Bildschirm-Zeiten

Eine Gruppe junger Leute steht im Kreis und tippt auf Smartphones.
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Warum sind feste Bildschirm-Zeiten wichtig?

Digitale Medien gehören zum Leben
von Kindern und Jugendlichen dazu.

Digitale Medien sind zum Beispiel:

  • Computer-Spiele oder Handy-Spiele
  • Internet-Seiten zum Lernen oder Einkaufen
  • Filme und Serien im Internet-Stream
  • Chats in Sozialen Netzwerken

Digitale Medien bieten Unterhaltung und Zeitvertreib
und Möglichkeiten zum Kontakt und zum Lernen.
Aber zu viel Bildschirm-Zeit
kann schlecht für die Gesundheit sein.
Deshalb sind klare Regeln wichtig
für die Bildschirm-Nutzung von Kindern und Jugendlichen.

Medien-Nutzung sollte keine Aktivitäten
und echte Kontakte ersetzen.
Achten Sie darauf,
dass sich Ihr Kind regelmäßig bewegt, gut schläft
und einen guten Kontakt zu Kindern im gleichen Alter hat.

Regeln für Bildschirm-Zeiten

Die Bildschirm-Zeit muss zum Alter des Kindes passen.
Wenn Ihr Kind 3 Jahre alt ist oder jünger,
dann sollte es normalerweise keinen Kontakt
zum Handy oder Tablet haben.
Wenn Ihr kleines Kind doch einmal
mit dem Handy oder Tablet in Kontakt kommt,
dann sollten wenige Minuten reichen.
Sie als Eltern sollten in diesen Minuten
durchgängig dabei sein.

Kinder sollen die meiste Zeit am Tag
mit Spielen und Erlebnissen in der echten Welt verbringen.
Für ihre Bildschirm-Zeit am Handy, Tablet, Computer oder Fernseher
sollten deshalb unbedingt Regeln gelten.
Dafür gibt es diese Empfehlung:

  • Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter
    sollten maximal eine halbe Stunde am Tag Bildschirm-Zeit bekommen.
  • Für Kinder im Grundschulalter kann die Zeit
    eine Stunde pro Tag sein.
  • Für Kinder ab 10 Jahren kann die Bildschirm-Zeit
    dann flexibler sein.
    Eine Beispiel-Regel dafür ist:
    eine Stunde Bildschirm-Zeit pro Lebens-Jahr in der Woche.
    Also 10 Stunden Bildschirm-Zeit in der Woche
    für ein 10 Jahre altes Kind.

Als Eltern müssen sie darauf achten,
dass digitale Medien nicht wichtiger werden
als Hausaufgaben, Hobbys oder Kontakte zu anderen Kindern.
Wenn Ihr Kind schon etwas älter ist,
dann legen Sie die Regeln seiner Bildschirm-Zeiten
am besten gemeinsam fest.
So bekommt Ihr Kind eine Verantwortung
für seine Medien-Nutzung.
Und es lernt, mit dieser Verantwortung umzugehen.

 

Eltern sind Vorbilder

Kinder machen oft das Verhalten der Eltern nach.
Deshalb sollten Sie als Eltern
auch Pausen machen von digitalen Geräten.
Das betrifft auch Ihre Bildschirm-Zeit
für Ihre Arbeit von zu Hause.

Ihre Kinder unterscheiden aber nicht
zwischen Arbeit und Freizeit.
Deshalb verstehen sie oft nicht,
dass ihre Eltern zu Hause so lange
am Handy oder Computer sind.

Zeigen Sie als Eltern,
dass sie auch einmal ohne Bildschirme auskommen.
Dann akzeptieren Ihre Kinder die Regeln
zu Bildschirm-Zeiten leichter.

 

Klare Regeln sind keine starren Regeln

Es ist wichtig,
die Regeln für die Bildschirm-Nutzung
mit den Kindern gemeinsam aufzustellen.
Bei diesen Regeln sollte es immer
um die Dauer für die Nutzung und um die Inhalte gehen.

Kinder sollen Inhalte sehen,
die zu ihrem Alter passen.
Die Regeln sollen nicht starr sein.
Es sollte auch Ausnahmen geben,
zum Beispiel am Wochen-Ende oder in den Ferien.
Kinder sollen wissen, warum es Regeln gibt.
Und sie müssen verstehen,
dass digitale Medien nur ein Teil
ihrer Freizeit sein können.

Zusammenfassung

Sie als Eltern müssen auf Bildschirm-Zeiten achten.
Das ist wichtig für die Gesundheit Ihrer Kinder.
Deshalb sollten Sie als Eltern klare Regeln aufstellen,
die zum Alter der Kinder passen.

Eltern sollen auch Vorbilder sein
in der Bildschirm-Nutzung.
So lernen Kinder und Jugendliche,
gut mit digitalen Medien umzugehen.