Facebook

Die Social-Media-Plattform wird von Heranwachsenden genutzt, um persönliche Nachrichten zu schreiben und Fotos auszutauschen. Dabei gilt es, die Daten der Kinder so gut wie möglich zu schützen.

Grundlagen

Facebook verliert an Relevanz – trotzdem gehört es noch zu den größten Netzwerken

Die Funktionen des sozialen Netzwerks ändern sich immer wieder – genau wie seine Relevanz bei Kindern und Jugendlichen. Gerade für Jugendliche wird Facebook immer weniger interessant, für Sechs- bis 13-Jährige ist es nach WhatsApp immerhin noch das meistgenutzte soziale Netzwerk.

Ein Facebook-Account funktioniert über das Profil, auf dem man sich vorstellen und Fotos und Videos hochladen kann. Auf der Chronik wird dann der Verlauf des Online-Lebens dargestellt: Einträge, Fotos und Meldungen chronologisch geordnet. Beiträge kann man auf der Timeline liken, indem man auf „Gefällt mir“ klickt. Die Anzeige der jeweiligen Beiträge von befreundeten Accounts wird von einem Algorithmus gesteuert. Facebook hat eine integrierte Chat-Funktion sowie einen Messenger für das Smartphone.

Sicherheit & Risiken

Sicherheit bei Facebook: Datenschutz und Privatsphäre

Das soziale Netzwerk ist eines der größten weltweit und war über die Jahre vor allem wegen Datenschutzskandalen in aller Munde. Der Anbieter sammelte Daten und missachtete deutsches Datenschutzrecht. Unter anderem wegen personalisierter Werbung und mangelnder Privatsphäre ist das soziale Netzwerk nicht wirklich kindgerecht.

Das Mindestalter von Facebook beträgt 13 Jahre. Wenn Eltern ihrem Kind die Nutzung erlauben, ist es wichtig, das Profil gemeinsam einzurichten. Bei privaten Angaben zu Wohnort, Schule oder regionalen Interessen gilt es vorsichtig zu sein. Auch beim Profilbild sollte ein Bild gewählt werden, auf dem das Kind nicht deutlich zu sehen ist.

Es sollte darauf geachtet werden, wer Zugriff auf das Profil und auf private Posts hat. Hier ist es wichtig, dass spezielle Einschränkungen vorgenommen werden, genauso wie bei den Datenschutzeinstellungen. Auch der Zugriff auf die persönlichen Angaben für Werbetreibende kann eingeschränkt werden.

Tipps & Regeln

Im Austausch bleiben und Alternativen suchen

Trotz des gesetzlichen Mindestalters von 13 Jahren sind auch Jüngere schon auf Facebook aktiv. Für Eltern bedeutet das vor allem, mit ihren Kindern im Dialog zu bleiben, ihnen die Wichtigkeit von Privatsphäre bewusst zu machen und mit ihnen über Werbung zu sprechen. Denn nicht nur personalisierte Anzeigen sondern auch InfluencerInnen konfrontieren Heranwachsende in sozialen Netzwerken mit Werbung. Die unterschiedlichen Werbeformen sollten durchgesprochen werden: Wie erkenne ich Werbung und wie gehe ich damit um?

Die Sensibilisierung für die Gefahren in sozialen Netzwerken und den Schutz persönlicher Daten ist wichtig bevor Kinder Facebook nutzen. Eltern sprechen mit ihrem Kind darüber, keine Fremden in die Freundesliste aufzunehmen und überprüfen die Sicherheitseinstellungen. Wenn die Daten des Kindes geschützt und die Privatsphäre sichergestellt sein soll, empfiehlt es sich, gemeinsam nach kindgerechten Alternativen zu suchen.

Studien

Facebook besonders für Jugendliche kaum interessant

Während immerhin noch 36 Prozent der InternetnutzerInnen im Alter von Sechs- bis 13 Jahren zumindest selten nutzen, verliert das soziale Netzwerk bei Zwölf- bis 19-Jährigen mit 15 Prozent an Relevanz. Das belegen die KIM- und die JIM-Studie aus dem Jahr 2018. Der Messenger WhatsApp steht bei beiden Altersgruppen an erster Stelle. Für Jugendliche folgen dann Instagram und Snapchat, Facebook landet auf dem vierten Rang. Bei Kindern von sechs bis 13 Jahren ist Facebook immerhin noch an zweiter Stelle.