Filme & Serien – ein Ratgeber für Eltern

Mit Filmen und Serien machen Kinder oft erste Erfahrungen mit digitalen Medien. Wichtig ist dabei, altersgerechte Kindersendungen auszuwählen und Streamingdienste möglichst sicher einzurichten.

Grundlagen

Kindgerechte Filme und Serien für Kinder

Nach wie vor ist der Fernseher eines der wichtigsten Familienmedien und fasziniert auch schon die Jüngsten. Fernsehen will jedoch gelernt sein – ähnlich wie der Umgang mit Buchstaben und Zahlen. Bereits mit etwa drei Jahren beginnen Kinder, einfache Geschichten zu verstehen, die mit wenigen Figuren auskommen und positive Botschaften vermitteln. 

Im Vorschulalter nehmen Kinder die bunten, bewegten Bilder noch als echte Welt wahr. Für TV-EinsteigerInnen eignen sich besonders Filme und Sendungen ohne Werbeunterbrechungen.  

Je älter Kinder und Jugendliche werden, desto stärker wächst das Interesse an Formaten wie Castingshows oder Reality-TV. Für Sie kann das eine gute Gelegenheit sein, mit Ihrem Kind über Inszenierung, Klischees und mögliche Vorurteile im Fernsehen zu sprechen. 

Immer häufiger schauen Kinder und Jugendliche Filme und Serien auch online auf Streamingdiensten wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video oder auf Videoplattformen wie YouTube. Dabei lohnt es sich, genau hinzusehen und zusätzlich auf technischen Jugendschutz zu achten. 

 

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Risiken beliebter Inhalte

Sicherheit & Risiken

Mehr Sicherheit beim Fernsehen und Streaming

Die Vielfalt an Formaten und Kanälen wurde durch die Digitalisierung des Fernsehens erhöht, erschwert aber auch den Überblick für Eltern. Gerade jüngere Kinder sollten von ihren Eltern bei der Mediennutzung begleitet werden – so auch beim Fernsehen und beim Streaming. Was zumutbar ist, hängt vom Alter ab. Bei der Einordnung von Sendungen und Filmen dienen die Alterskennzeichen von FSK und FSF als Orientierung. Diese sind keine pädagogischen Altersempfehlungen, sondern Freigaben nach dem gesetzlichen Jugendschutz. Pädagogische Altersempfehlungen für Kinderfilme finden Eltern zum Beispiel auf flimmo.de, kinderfilmwelt.de und kinofenster.de.

Sowohl bei YouTube als auch auf Streaming-Plattformen können technische Jugendschutzeinstellungen vorgenommen werden, die sich an gesetzlichen Kriterien, also unter anderem an den Einschätzungen der FSK orientieren. SCHAU HIN! empfiehlt Eltern, die Heranwachsenden bei der Nutzung zu begleiten, mit ihnen über Inszenierungen von Gewalt und Sexualität zu sprechen.

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Pädagogische Altersempfehlungen für Kinderfilme

Tipps & Regeln

Kinder mit Serien nicht überreizen und Vorbild sein

Kleinkinder unter drei Jahren sind noch dabei, die reale Welt zu begreifen. Da Fernsehen für sie zunächst vor allem eine Reizquelle ist, ist dieses Medium in diesem Alter kaum geeignet. 

Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter brauchen beim Fernsehen Ihre besondere Aufmerksamkeit und Begleitung. Beim Fernsehen oder Streamen hilft es, Geräte entsprechend zu sichern, Jugendschutzeinstellungen zu nutzen wie Altersfreigaben, PIN-Sperren oder Kinderprofile, Altersangaben zu beachten und Inhalte vorab zu prüfen. 

Feste Regeln und klare Medienzeiten sind dabei besonders wichtig, denn gerade Kleinkinder können sonst schnell überreizt werden. Kinder orientieren sich stark an Ihnen als Eltern – daher lohnt es sich auch, das eigene Fernseh- und Streaming-Verhalten immer wieder zu reflektieren. 

Als Orientierung können folgende Empfehlungen für Medienzeiten bei Kleinkindern hilfreich sein: 

  • Kinder unter 3 Jahren: möglichst keine Bildschirmmedien  

  • Kinder von 3 bis 5 Jahren: maximal etwa 30 Minuten pro Tag  

  • Kinder von 6 bis 7 Jahren: etwa 30 bis 45 Minuten pro Tag  

  • Kinder von 8 bis 10 Jahren: etwa 45 bis 60 Minuten pro Tag 

Altersgerechte Angebote finden Sie etwa in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Kinderprogramme, die unter zdf.de/kinder, kika.de/videos, ardmediathek.de/kinderfamilie und neuneinhalb.wdr.de abrufbar bzw. als App verfügbar sind. Zusätzlich bietet flimmo.de, eine hilfreiche Orientierung für Eltern bei der Auswahl und Einschätzung kindgerechter Inhalte. 

Wie Kleinkinder und Medien zusammenpassen – Elternwissen kompakt

Sicherheit bei Streaming-Plattformen – Elternwissen kompakt

Grafik zum Podcast „Game of Phones“ mit Foto der Gesprächspartnerin Franziska Giffey.

Podcast „Game of Phones“ mit Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey

Grafik zu Folge 19 des Medien-Podcasts "Game of Phones" mit Martin Drechsler

Richtig Streamen für Kinder: Podcast „Game of Phones“ mit Martin Drechsler

Grafik mit Foto von Mediencoach Dr. Iren Schulz rechts und Aufschrift "Nichts für Kinder: Trend-Serie Squid Game" links.

Was Eltern über „Squid Game“ wissen müssen – Mediencoach-Kolumne

#nachgefragt: Medienerziehung

SCHAU HIN!-Botschafterin Lissy Ishag zum Thema Körperbilder

SCHAU HIN!-Botschafterin Lissy Ishag zum Thema Mediensucht

Grafik mit Portrait von Christian Exner und der Aufschrift "5 Fragen, 5 Antworten an Christian Exner, wiss. Mitarbeiter am Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF).

Streaming-Dienst Disney+ – 5 Fragen an Christian Exner

#nachgefragt: Fernsehen

Grafik zu Goldenen Regeln für 3- bis 6-Jährige

Goldene Regeln für Kinder von 3-6: TV & Film

Grafik Goldene Regeln für 11- bis 13-Jährige

Goldene Regeln für Kinder von 11-13: TV & Film

Grafik Goldene Regeln für 7- bis 10-Jährige

Goldene Regeln für Kinder von 7-10: TV & Film

#nachgefragt: Vorbild bei Mediennutzung

#nachgefragt: Alter für Mediennutzung

#nachgefragt: Zeichentrickfilme

#nachgefragt: Geeignete Kinderfilme

The Walking Dad #8 Medienvorbilder

The Walking Dad #12 Streaming für Kinder?

Kind schaut TV

Tipps für FernsehanfängerInnen – Elternwissen kompakt

Studien

Kinderserien: Das erste Mal Fernsehen, die Motivation und die Risiken

Kinder kommen laut miniKIM-Studie 2023 bereits sehr früh mit Bewegtbildmedien in Kontakt: 84 Prozent der zwei- bis fünf-jährigen Kinder nutzen mindestens wöchentlich Bewegtbildangebote und schauen damit bereits im Kleinkindalter erste Filme oder Serien. Kindern und Jugendlichen steht beim Ansehen von Serien und Filmen heute ein breites Medienangebot zur Verfügung, vor allem über Streaming-Plattformen und Online-Dienste. Der Fernseher spielt im Familienalltag weiterhin eine Rolle, wird jedoch zunehmend durch digitale und internetbasierte Angebote ergänzt. 

Heranwachsende nutzen viele unterschiedliche Bewegtbildangebote, laut JIM-Studie 2025. Dabei begegnen sie sowohl realen als auch inszenierten Inhalten. Die Einordnung von Realität und Inszenierung fällt dabei nicht immer leicht. 

Laut KIM-Studie 2024 erfüllt Mediennutzung im Alltag von Kindern verschiedene Funktionen, vor allem zur Unterhaltung, zur Entspannung und als Zeitvertreib. Dabei nutzen Kinder Medien sowohl gemeinsam in der Familie als auch individuell. Fernsehen und Streaming können so Teil der gemeinsamen Mediennutzung im Alltag sein. 

Anhand der KIM-Studie 2024 zeigt sich auch, dass der Medienkonsum bei Kindern durch die breite Verfügbarkeit von Streaming- und Online-Angeboten zunehmend von einer On-Demand-Nutzung geprägt ist. Inhalte werden dabei flexibel abgerufen und nicht mehr ausschließlich nach festen Sendezeiten geschaut. Dabei werden auch Serien häufig in mehreren Folgen hintereinander und in längeren Nutzungssituationen angesehen. 

In der Altersgruppe der Zwei- bis Fünfjährigen gibt es laut BLIKK-Studie 2017 bereits signifikante korrelative Zusammenhänge zwischen motorischer Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen auf der einen Seite und dem Umfang der Nutzung von digitalen Bildschirmen auf der anderen Seite gibt. 

TV & Kinder in Zahlen

Quelle: KIM-Studie 2024
Kind sitzt mit dem Rücken zur Kamera und schaut auf einen PC auf dem Programmier-Codes zu sehen sind

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