Snapchat – Gefahren und Tipps
Snapchat ist bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Über den Messenger der App können sie Bilder und Clips an Freunde und Bekannte versenden. Diese Gefahren birgt Snapchat und das müssen Eltern und Kinder im Umgang mit der App wissen.
Snapchat: So funktioniert das soziale Netzwerk
Die App Snapchat ist besonders bei jüngeren NutzerInnen beliebt. Mit der App können Kinder und Jugendliche Bilder und Videos aufnehmen und bearbeiten – zum Beispiel mit Filtern, Stickern und Emojis. Die Aufnahmen („Snaps“) können gepostet oder in Chats ausgetauscht werden. Bei den EmpfängerInnen sind die Snaps normaler Weise nur zehn Sekunden sichtbar. Wenn die Bilder oder Videos länger angesehen werden sollen, können die NutzerInnen sie zu ihrer Geschichte hinzufügen. So sind sie 24 Stunden sichtbar.
Das bedeuten Emojis bei Snapchat
Wie sicher ist Snapchat? Risiken und Sicherheitseinstellungen der App
Snapchat wird von Jugendlichen oft als Messenger verwendet. Das FreundInnen-System des Netzwerks kann die jungen NutzerInnen dabei unter Druck setzen. Verschiedene Smileys zeigen bei Snapchat den Status eines Chats an: Wer schreibt sich regelmäßig Nachrichten hin und her? Wer schreibt einer anderen Person häufig, bekommt aber nur selten Antwort? Solche Kennzeichnungen können für Jugendliche eine große Bedeutung haben.
Wenn das Profil der Heranwachsenden nicht auf privat gestellt wird, können auch Fremde die geposteten Beiträge sehen. Obwohl die Snaps nach einiger Zeit nicht mehr angezeigt werden, können die Inhalte durch Fremde per Screenshot gespeichert werden. Am besten richten Eltern und Kinder das Snapchat-Profil gemeinsam ein, aktivieren die vorhandenen Sicherheitseinstellungen und legen Regeln darüber fest, was in Posts und Nachrichten weitergegeben werden kann und was besser privat bleibt.
Körperkult in sozialen Netzwerken: Gefahr auf Snapchat
Auch bei Snapchat finden MedienheldInnen für Kinder und Jugendliche statt. Viele InfluencerInnen, YouTuberInnen und Promis laden auf Snapchat täglich Inhalte hoch. Sie nehmen ihre Fans mit durch ihren Tag, zeigen ihnen tägliche Routinen und besondere Ereignisse. Hier können auch ungesunde Körperbilder verinnerlicht werden. Viele Vorbilder machen auch über Snapchat Werbung für Fitness- und Gesundheitsprodukte und präsentieren ihre Körper. Eltern sollten die Schwärmereien ihrer Kinder für bestimmte Vorbilder respektieren und Interesse zeigen. Gleichzeitig ist es wichtig zu vermitteln, dass der Wert einer Person weder an ihrem Aussehen noch in der Zahl ihrer FollowerInnen gemessen wird. Eltern und Kinder können gemeinsam Alternativen finden, z.B. Internet-Persönlichkeiten, deren Inhalte sich um Individualität und Selbstliebe drehen, um das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken.
Studien zeigen: Snapchat verliert an Relevanz
Jugendliche nutzen Snapchat vor allem für den Kontakt mit Leuten, die sie persönlich kennen. Als Werbe- oder Marketingfläche eignet sich Snapchat wenig. Da Instagram viele Funktionen von Snapchat ähnlich anbietet, wurde das Senden von Bildern und Videos und das Schauen von Stories bekannter Persönlichkeiten viel auf diese App verlagert.