Grundlagen
Datenschutz im Internet: Warum persönliche Daten geschützt werden sollten
Sobald persönliche Informationen im Internet veröffentlicht werden, lassen sie sich kaum vollständig entfernen. Fotos, Kommentare oder Registrierungsdaten können kopiert, weitergeleitet oder auf Servern außerhalb Europas gespeichert werden.
Im Alltag passiert das zum Beispiel beim Spielen, Chatten, Surfen oder beim Herunterladen von Apps. Dabei hinterlässt fast jede Online-Aktivität Spuren. Viele Dienste nutzen diese Daten, um Inhalte anzupassen oder Werbung auszuspielen. Zugleich wirken viele Online-Angebote kostenlos – tatsächlich bezahlen Nutzerinnen und Nutzer oft mit ihren Daten.
Für Kinder ist es oft schwer zu überblicken, was mit ihren Daten passiert. Deshalb ist es wichtig, früh über Privatsphäre und Datenschutz zu sprechen. Als Eltern können Sie Ihrem Kind dabei Orientierung geben und gemeinsam überlegen, welche Informationen wirklich notwendig sind.
Das europäische Datenschutzrecht (DSGVO) schützt zwar grundsätzlich alle persönlichen Daten und gibt NutzerInnen das Recht auf Auskunft, Löschung und Einschränkung der Verarbeitung. Außerhalb der EU gelten jedoch häufig weniger strenge Regeln – ein weiterer Grund, bei Apps und Plattformen genau hinzuschauen, wo Daten gespeichert werden.
Auch Fotos und Videos von Kindern verdienen besondere Aufmerksamkeit. Viele Familien teilen schöne Momente gern mit FreundInnen oder Verwandten. Dabei ist jedoch oft nicht klar, wie groß die Reichweite sein kann oder wer Inhalte weiterverbreitet.
Achten Sie darauf, Kinderfotos möglichst nur privat oder in geschützten Bereichen zu teilen, auf erkennbare persönliche Details zu verzichten und ältere Kinder vorher zu fragen, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden sind. So lernen sie früh, dass auch digitale Bilder zur eigenen Privatsphäre gehören. Nutzen Sie unseren Foto-Guide für Eltern als Hilfestellung zum Teilen von Kinderfotos im Netz.