„Disney Plus“: das Streaming-Angebot für Familien

Zeichentrick-Klassiker, beliebte Animationshits, die Helden aus den Marvel- und „Star Wars“-Welten und Dokumentationen von „National Geographic“ – der Streaming-Dienst „Disney Plus“ vereint viele Angebote des Disney-Konzerns, die besonders Kinder ansprechen sollen. Das zeigt sich auch an der Altersfreigabe. Welche weiteren Einstellungen es für mehr Kinder- und Jugendschutz gibt und alles Wichtige zu der Streaming-Plattform, fasst SCHAU HIN! zusammen.

Von hinten ist ein Junge zu sehen, der auf einen Fernseher zeigt, auf dem der Streaming-Dienst "Disney Plus" läuft
tanaonte – stock.adobe.com

„Disney Plus“ vereint Filme und Serien von „Disney“, „Pixar“, „Marvel“, „Star Wars“ und Dokumentation von „National Geographic“. Die Plattform startet mit einem umfangreichen Angebot von 500 Filmen und über 350 Serien, darunter Klassiker wie „Schneewittchen“, „Aladdin“ und die „Gummibärenbande“, die viele Eltern aus ihrer eigenen Kindheit kennen. Auch beliebte Disney-Produktionen wie „Frozen“ und die Neuverfilmung von „König der Löwen“ sind auf der Plattform zu finden. Darüber hinaus bietet der Dienst auch etliche Serien an, wie z.B. die Kultserie „Simpsons“.

Filme bis „FSK 12“: Kinder- und Jugendschutz

Zu allen „Disney Plus“-Inhalten bietet die Plattform Altersempfehlungen, die dabei auf die entsprechenden landesüblichen Kennzeichnungen zurückgreifen. In Deutschland werden die gesetzlichen Alterskennzeichen der FSK angegeben. Einer der größten Unterschiede zu anderen Streaming-Anbietern wie Netflix, Amazon Prime und Co.: bei „Disney Plus“ gibt es keine Filme mit einer Altersfreigabe über „FSK 12“. Filme mit Gewaltszenen aus dem Marvel-Universum, wie beispielsweise „Deadpool“, werden daher auf der Plattform nicht gezeigt. Der Anbieter gibt darüber hinaus Warnhinweise, wenn in den Filmen Rauchen oder Tabakwaren zu sehen sind.

Disney bietet innerhalb der Anwendung keine In-App-Käufe an, die bei der Nutzung durch Heranwachsende sonst schnell zu ungewollten Kosten führen können.

Profileinstellungen für Kinder

Ein „Disney Plus“-Account kann von vier Geräten gleichzeitig genutzt werden. Es ist möglich, bis zu sieben Profile anzulegen. Die NutzerInnenprofile lassen sich mit einer Favoritenliste, Spracheinstellungen und einem Avatar individualisieren. Für den letzten Punkt kann aus zahlreichen Disney-Charakteren gewählt werden.

Für die jüngeren Zuschauer unter acht Jahren können Eltern ein Kinderprofil anlegen. Mit dieser Einstellung werden ausschließlich Inhalte für die Altersstufen „ab 0 Jahren“ bis „ab 6 Jahren“ angezeigt. Die Navigation ist vereinfacht dargestellt und für Kinder leichter zu bedienen. Unter „Profil bearbeiten“ kann das Profil mit einem Klick zum Kinderprofil umgestellt werden.

Für Jüngere: Inhalte offline ansehen

Auf der Plattform können Filme und Serien heruntergeladen und später offline geschaut werden. Die Funktion ermöglicht Eltern, eine Vorauswahl zu treffen, die sich die Heranwachsenden ansehen können. Für Eltern mit jüngeren Kindern ist das ein wichtiges Tool, da es außerhalb der Kinderprofileinstellungen keine Möglichkeit gibt, Inhalte nach der Altersempfehlung zu filtern und einzelne Titel zu verbergen.

Kinder begleiten und Regeln vereinbaren

Technische Einstellungen können helfen, das Angebot auf geeignete Inhalte einzugrenzen. Aktive Begleitung der Kinder durch die Eltern ist gerade bei jüngeren Kindern jedoch sehr wichtig. Dabei können geschaute Inhalte besprochen werden. Zudem ist es wichtig, feste Absprachen zur Streaming-Dauer mit den Kindern zu treffen. Während Kinder bis fünf Jahren nicht länger als eine halbe Stunde und Kinder bis neun Jahren bis zu einer Stunde täglich vor dem Bildschirm verbringen sollten, bietet sich für Kinder ab zehn Jahren ein Wochenkontingent von etwa neun Stunden an.