Ein Maedchen schaut lächelnd auf ein Tablet

Kinder-Tablets: Funktionen, Vorteile und Risiken

Der richtige Umgang mit Tablets, Smartphones und Laptop will gelernt sein: Kinder bedienen digitale Geräte zwar scheinbar intuitiv, Herausforderungen wie Datenschutz, Kosten und Kontaktrisiken können sie jedoch nicht ohne Hilfe meistern. Spezielle Kinder-Tablets sollen die Medienkompetenz von Kindern fördern und ihnen ermöglichen, den Umgang mit Technik spielerisch zu entdecken – so die Aussagen der Hersteller. Wie sinnvoll sind die Geräte extra für Kinder?

Im Zuge der Digitalisierung werden Tablets zunehmend beliebter. Laut der JIM-Studie 2020 ist bei 73 Prozent der Familien ein Tablet vorhanden. Neben herkömmlichen Tablets bieten immer mehr Hersteller Tablets speziell für Kinder an: Der Markt dieser Kinder-Tablets ist schwer überschaubar. Die Unterschiede der Preise sind enorm, wie auch die Möglichkeiten der einzelnen Tablets. SCHAU HIN! erklärt Eltern, worauf sie achten können.

 

Technische Ausstattung

Bei den Kinder-Tablets handelt es sich in der Regel um eine leistungsreduzierte Variante eines regulären Tablets. Die Geräte sind in verschiedenen Farben und Größen erhältlich. Viele Modelle werden mit einer stoßfesten Hülle geliefert und sind deutlich robuster als herkömmliche Tablets. Außerdem zeichnen sich die Modelle durch gut sichtbare, große Buttons aus, die für eine leichtere Bedienung sorgen sollen. In der Regel kosten die Geräte deutlich weniger als herkömmliche Tablets, die für Erwachsene gedacht sind.

 

Funktionen von Kinder-Tablets

So groß die Anzahl an Anbietern ist, so unterscheiden sich auch die Funktionen von Tablet zu Tablet. Jedoch ähneln sich die Kinder-Tablets in vielen Hinsichten: Ihre Bedienung ist meist vereinfacht, um Kindern eine selbstständige Nutzung zu ermöglichen. Die meisten Modelle verfügen über vorinstallierte Apps und Lernspiele: Diese helfen beispielsweise dabei, Hausaufgaben zu erledigen oder dienen der Unterhaltung. Die individuellen Inhalte können Eltern meist modifizieren. Mit Hilfe von Sicherheitseinstellungen kann bestimmt werden, wann und wie lange Kinder die Tablets nutzen dürfen.

Hinweis: Diese interaktive Liste verwendet Tabs. Mit der Tab-Taste bewegen Sie sich durch die Themenliste. Mit der Eingabe- oder Leertaste öffnen Sie das fokussierte Thema. Sie können auch die Pfeiltasten sowie Pos1 und Ende verwenden, um zwischen den Themen zu wechseln. Nur die Links und Bedienelemente des aktiven Themas sind in der Tab-Reihenfolge verfügbar.

Kinder-Tablets im Vergleich

„Pebble Gear Kids“, „Amazon Fire HD 10“, „Dragon Touch“ und Co.: Wir bieten einen Überblick zu den bekanntesten Anbietern.

Darauf können Eltern achten

Auf welche Aspekte können Eltern beim Kauf eines Kinder-Tablets achten? Zum einen geben die verschiedenen Hersteller an, an welche Altersgruppe sich das entsprechende Tablet richtet. Das kann für Eltern jedoch nur eine erste Orientierung sein. Wichtig ist, dass die Funktionen des Geräts zu den Erfahrungen und Fähigkeiten des Kindes passen. Vor dem vierten Lebensjahr ist ein Tablet für Kinder nicht sinnvoll. Hier stehen Erlebnisse in der analogen Welt im Vordergrund.

Zum anderen eignen sich diejenigen Geräte, die Eltern passende Kontrollmöglichkeiten – wie das Sperren bestimmter Apps oder Bildschirmzeiten – bieten. Feste Bildschirmzeiten werden am besten gemeinsam mit den Kindern besprochen. Mehr zum Thema Bildschirmzeiten können Sie hier nachlesen. Trotz Kontrollfunktionen sollten Eltern den Medienkonsum bei jüngeren Kindern stets begleiten und ihren Nachwuchs nicht unbeaufsichtigt mit dem Gerät spielen lassen.

SCHAU HIN! rät Eltern, die Spiele und Apps auf den Tablets vorab zu prüfen. Nicht alles, was auf einem Kinder-Tablet vorinstalliert ist, muss automatisch auch für das eigene Kind passend sein. Achten Sie auf kindergerechte, gewalt- und werbefreie Apps.

 

Familien-Tablets sicher einrichten

Soll das Tablet nicht nur von Kindern, sondern auch von Eltern genutzt werden, lassen sich auch herkömmliche Tablets mit Hilfe von Einstellungen und Apps sicher einrichten.

Beim iPad oder iPad Mini von Apple können Mütter und Väter über die Geräteeinstellungen festlegen, wie viel Zeit ihre Kinder mit bestimmten Apps oder Webseiten verbringen dürfen. Außerdem können Eltern den „geführten Zugriff“ aktivieren, sodass stets nur eine ausgewählte Anwendung genutzt werden kann. Hier finden Sie weitere Informationen, wie Sie ein iOS-Tablet sicher einrichten können. Für Android-Tablets bietet Google inzwischen verschiedene, kostenlose Sicherheitseinstellungen für Kinder und eine Jugendschutz-App an. Zusätzlich gibt es kostenpflichtige Angebote, die Schutz vor ungeeigneten Inhalten und Kontrollmöglichkeiten für Eltern versprechen.

SCHAU HIN! rät Eltern vor dem Kauf: Überlegen Sie, von wem und wofür das Tablet genutzt werden soll und wie robust es sein muss. Richten Sie das Gerät in jedem Fall gemeinsam mit Ihrem Kind ein und besprechen Sie je nach Alter grundlegende Regeln zu Nutzungszeiten, altersgerechten Inhalten sowie dem Umgang mit ungeeigneten Videos, Seiten und Nachrichten.

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