Sicherheitseinstellungen für Android-Smartphones und -Tablets
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Eltern ist es wichtig, dass ihre Kinder beim ersten Kontakt mit dem Smartphone oder einem Tablet nicht zufällig mit für sie ungeeigneten Inhalten konfrontiert werden oder versehentlich etwas kaufen. Dabei ist es unvermeidlich, dass Eltern Schritt für Schritt die Krontrolle abgeben. Der Wunsch nach neuen App und das erste eigene Smartphone machen dies unvermeidlich. Um Kinder beim Einstieg in die digitale Welt dennoch nicht gänzlich sich selbst zu überlassen, gibt es zum einen sogenannte Parental-Control-Apps. Zum anderen bieten die Betriebssysteme selbst umfangreiche Sicherungs- und Kontrollsysteme, die manche Gefahr schon vor der Nutzung gar nicht erst entstehen lassen.
Mehr Sicherheit im Play Store
Mithilfe der Jugendschutzeinstellungen können bestimmte Inhalte im Google Play Store gar nicht mehr heruntergeladen werden. Dazu müssen Sie eine Altersbeschränkung festlegen. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie eine Altersbeschränkung einrichten:
Öffnen Sie in den Google Playstore und wählen Sie oben links die drei Striche (☰) aus, um das seitliche Menü zu öffnen.
Tippen Sie auf „Einstellungen“.
Im Bereich „Nutzersteuerung“ können Sie „Jugendschutzeinstellungen“ auswählen. Wenn Sie den Schiebe-Regler antippen, werden die Einstellungen aktiviert.
Geben Sie eine PIN ein durch die der Jugendschutz wieder aufgehoben werden kann. Tippen Sie auf „OK“. Geben Sie die PIN erneut ein und bestätigen Sie mit „OK“.
Tippen Sie jetzt einen Bereich an, z.B. „Apps und Spiele“, „Filme“ oder „Musik“, um für diesen Bereich Einschränkungen festzulegen.
Passwort für Käufe einrichten
Um unerwünschte App- und In-App-Käufe zu verhindern, sollten Sie im Google Play Store eine geeignete USK-Altersstufe für Apps auswählen sowie ein Passwort für Käufe festlegen. Wir erklären Ihnen in fünf Schritten, wie Sie einen Schutz vor Käufen einrichten können:
Öffnen Sie den Google Playstore und wählen Sie das Menü oben links über die drei Striche (☰) aus, um das seitliche Menü zu öffnen.
Tipp: Im Menü finden Sie zudem unter „Leitfaden für Eltern“ Wissenswertes zum neuen Familienbereich im Google Play Store.
Tippen Sie auf „Einstellungen“.
Tippen Sie auf „Jugendschutzeinstellungen“, um die Jugendschutzeinstellungen einzurichten. Über den Schieber oben rechts, können Sie die „Jugendschutzeinstellungen“ aktivieren. Bestimmen Sie im nächsten Schritt eine PIN.
Wählen Sie in den Einstellungen „Authentifizierung für Käufe erforderlich“. Hier können Sie wählen:
- Für alle Käufe bei Google Play auf diesem Gerät
- Alle 30 Minuten
- Nie
Wichtig: Für In-App-Käufe in Apps für Kinder bis 12 Jahre wird vor jedem Kauf die Prüfnummer der Kreditkarte abgefragt, falls die Kartendaten hinterlegt sind. Da ein Passwort mehr Sicherheit bietet, sollten Sie trotzdem die Authentifizierung für alle Käufe einstellen.
Einrichten einer Codesperre
Schützen Sie Ihr Android-Smartphone bzw. das Ihres Kindes vor unbefugten Benutzern: Mit Aktivierung der Code-Sperre können nur noch Sie und Ihr Kind auf das Smartphone zugreifen.
Gehen Sie in den Einstellungen Ihres Android-Geräts auf den Menüpunkt „Gerätesicherheit“.
Wählen Sie den Unterpunkt „Sperrbildschirmtyp“. Hier steht Ihnen eine Auswahl an Sperren zur Verfügung. Um das Gerät zu schützen, sollten Sie eine PIN oder ein Passwort benutzen.
Wählen Sie zusammen mit Ihrem Kind den Code aus. Der Code sollte zwar für Ihr Kind einfach zu merken sein, jedoch sollten Sie auf zu einfache Zahlenkombinationen (z.B. 111111 oder 123456) verzichten.
Kinderprofil mit Google Family Link
Googles Jugendschutz-App „Family Link“ ermöglicht es Eltern, aus ihrem eigenen Google-Account heraus separate Konten mit besonderen Filterfunktionen für Kinder zu erstellen und dort beispielsweise die Nutzungsdauer festzulegen, Apps zu sperren und die Nutzung zu überwachen. Allerdings sollte die App nicht als permanentes Überwachungstool genutzt werden. Alles zur Einrichtung und den Funktionen von „Family Link“ gibt es hier in einer Übersicht.
Eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie „Family Link“ am besten genutzt werden kann, finden Eltern hier:
Bevor Google Family Link genutzt werden kann, muss die App auf dem Gerät der Eltern erst konfiguriert werden. Google stellt hierfür eine Checkliste bereit: Zuerst muss geprüft werden, ob auf dem Gerät des Kindes mindestens die Android-Version 7.0 installiert ist.
Danach muss im Google-Account eine Familiengruppe eingerichtet werden. Erst danach kann ein separates Konto für das Kind angelegt werden – hierfür müssen Name, Alter und Geschlecht des Kindes angegeben, sowie ein Nutzername mit Passwort festgelegt werden.
Zum Abschluss müssen eine Einverständniserklärung abgeben und zur Überprüfung Kreditkartendaten angeben werden. Anschließend beginnt die Installation auf dem Gerät des Kindes.
Nach der erfolgreichen Einrichtung der App auf den Geräten der Eltern und Kinder, kann sie nun genutzt werden. Es besteht hier die Option, den Account des Kindes mit einem Bild zu versehen – dies ist jedoch vollkommen optional. SCHAU HIN! empfiehlt, keine Fotos zu verwenden, auf denen das Gesicht des Kindes deutlich zu erkennen ist.
Im Reiter „Steuerelemente bei Google Play" besteht nun die Möglichkeit, die Nutzung von Apps, Spielen, Filmen, Serien, Bücher und Musik einzuschränken. So stehen hier jeweils die Einstufungen von USK (bei Apps und Spielen) sowie FSK (bei Filmen und Serien) und die Ausblendung von Medien mit expliziten Inhalten (bei Büchern und Musik) zur Auswahl.
Der Reiter „Filter für Google Chrome“ ermöglicht es den Eltern, Filter für spezielle Websites einzurichten. So besteht die Möglichkeit, Googles eigenen Filtern für explizite Inhalte zu aktivieren und manuell eine eigene Liste von erlaubten und geblockten Websites zu erstellen.
Im Reiter „Android-Apps" findet man eine Übersicht über die bisher auf dem Gerät des Kindes installierten Apps. Beim Klick auf eine App erhält man Informationen und kann sofort die Alterseinstufung durch die USK ablesen. Es besteht die Möglichkeit, Apps zu blocken und die Zugriffsberechtigungen einzustellen. Wenn Eltern andere Browser wie "Firefox" erlauben, können die Jugendschutz-Filter für Chrome allerdings umgangen werden.
Sofern Sie die Standortverfolgung nutzen wollen, können Sie diese hier aktivieren. Danach können Sie das Gerät Ihres Kindes orten. SCHAU HIN! rät davon ab, den Standort des Kindes zu überwachsen. Auch Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre und Selbstständigkeit.
Zudem ist es möglich, die App-Aktivitäten minutengenau zu verfolgen. Beim Klick auf eine App erhält man weitere Informationen und kann sofort die Alterseinstufung ablesen. Es besteht die Möglichkeit, Apps zu blocken und die Zugriffsberechtigungen der App einzustellen.
Es besteht die Möglichkeit, das Gerät das Kindes mit einem Knopfdruck komplett zu sperren, die Nutzung des Gerätes zeitlich zu limitieren und Schlafenszeiten einzustellen, in denen das Gerät nicht genutzt werden kann.
Eine technische zeitliche Begrenzung der Nutzungszeit kann jüngeren Kindern helfen, ein Gefühl für die vergangene Zeit zu bekommen. Besonders für ältere Kinder und Jugendliche sind jedoch gemeinsame Absprachen und Regeln nachhaltiger.