Internetnutzung in der Schule: Das sagen Studien

Digitale Medien gehören heute selbstverständlich zum Alltag von Kindern und Jugendlichen, auch in der Schule. Doch wie intensiv wird die Internetnutzung in der Schule sowie der Einsatz von Tablets, Lernplattformen oder Computern tatsächlich im Unterricht genutzt? Verschiedene Studien geben Einblicke in die digitale Ausstattung von Schulen und zeigen, wie Medien beim Lernen eingesetzt werden.

Ein Kind arbeitet am Schreibtisch mit PC, Smartphone und Taschenrechner
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Internetnutzung in der Schule: Bitkom Umfrage 2025

„Digitale Schule – vernetztes Lernen“: Unter diesem Titel hat der Digitalverband Bitkom eine repräsentative Befragung durchgeführt. Grundlage sind die Angaben von 502 SchülerInnen im Alter von 14 bis 19 Jahren sowie 502 Lehrkräften der Sekundarstufen I und II in Deutschland, die im Rahmen des Studienberichts „Digitale Schule 2025“ erhoben wurden. 

Im aktuellen Studienbericht des Digitalverbands Bitkom wird die Situation an Schulen insgesamt differenziert betrachtet, auch im Hinblick auf die Internetnutzung in der Schule. Digitale Geräte sind für Jugendliche längst Teil des Alltags, gleichzeitig bleibt die Ausstattung vieler Schulen ausbaufähig. 93 Prozent der SchülerInnen wünschen sich den gezielten Einsatz von Smartphones im Unterricht, 86 Prozent befürworten Laptops oder Notebooks und 75 Prozent sprechen sich für digitale Whiteboards aus. Insgesamt zeigt sich eine sehr hohe Zustimmung: Digitale Geräte gehören für viele bereits selbstverständlich zum modernen Lernen. 

Gleichzeitig bleibt die technische Ausstattung vieler Schulen ein Problem. 59 Prozent der SchülerInnen berichten von schlechtem oder fehlendem WLAN, rund 49 Prozent bewerten die technische Ausstattung ihrer Schule als unzureichend. Außerdem geben 36 Prozent an, dass digitale Lernmedien im Unterricht noch zu selten sinnvoll eingesetzt werden. Damit bleibt die Praxis häufig hinter den Erwartungen der Jugendlichen zurück. 

Im Schulalltag sind digitale Medien inzwischen fest verankert. 84 Prozent der Jugendlichen nutzen Klassenchats zur Organisation oder Abstimmung im Unterricht. Außerdem haben 65 Prozent bereits KI-Anwendungen wie ChatGPT oder Google Gemini verwendet – vor allem für Präsentationen, Texte oder zur Prüfungsvorbereitung. Gleichzeitig zeigt sich der Wunsch vieler SchülerInnen nach mehr Unterricht zu Themen wie Datenschutz, Social Media, Desinformation und dem verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. 

KIM-Studie 2024 zur Internetnutzung in der Schule

„Kindheit, Internet und Medien“ (KIM) ist eine repräsentative Basisstudie zum Medienumgang von Kindern zwischen sechs und 13 Jahren in Deutschland. Herausgegeben wird sie vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs).

Der Einsatz digitaler Medien im schulischen Kontext findet weiterhin eher punktuell statt und ist noch selten fest im Unterricht über verschiedene Fächer hinweg verankert. Die Ergebnisse der KIM-Studie 2024  zeigen, dass digitale Geräte in der Grundschule zwar zunehmend genutzt werden, aber noch nicht selbstverständlich zum Alltag gehören. 

Im Unterricht wird dabei weiterhin am häufigsten der klassische Computer eingesetzt. Viele Kinder nutzen ihn zumindest gelegentlich, eine regelmäßige Nutzung ist jedoch noch nicht die Regel. Tablets spielen bisher eine eher untergeordnete Rolle und kommen im Unterricht deutlich seltener vor. 

Auch bei der Nutzung von Medien zeigt sich ein ähnliches Bild: Am häufigsten werden digitale Medien zum Schreiben und Erstellen von Texten genutzt. Danach folgen Internetrecherchen und das Arbeiten mit Lernprogrammen. Grundlegende Anwendungen wie Textverarbeitung gehören für viele Kinder bereits zum Unterricht dazu. Deutlich seltener werden kreative oder interaktive Formate genutzt, etwa Bildbearbeitung, Lernspiele oder das Erstellen von Präsentationen. Insgesamt bleibt der Einsatz digitaler Medien damit vor allem grundlegend und funktional geprägt.

JIM-Studie 2025: Internetnutzung in der Schule

Die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) untersucht den Medienumgang von 12- bis 19-Jährigen in Deutschland. Herausgegeben wird sie vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs). 

Die Ergebnisse der aktuellen JIM-Studie 2025 zeigen, dass digitale Medien im Schulalltag inzwischen fest dazugehören, ihr Einsatz im Unterricht aber weiterhin je nach Schule und Situation unterschiedlich ausfällt. Vor allem Whiteboards sowie stationäre Computer und Laptops gehören heute in vielen Schulen zur Grundausstattung und werden regelmäßig im Unterricht eingesetzt. 

Im Detail zeigt sich: Rund ein Drittel der SchülerInnen nutzt digitale Tafeln wie Whiteboards mindestens einmal pro Woche im Unterricht. Stationäre Computer kommen etwas seltener, aber dennoch regelmäßig zum Einsatz. Mit zunehmendem Alter spielt auch das Smartphone eine größere Rolle im Unterricht, vor allem in höheren Klassen, wo es häufiger für Recherche oder Lernaufgaben genutzt wird. 

Beim Kompetenzerwerb bleibt die Schule ein wichtiger Ort. Besonders deutlich wird das bei klassischen Programmen: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen gibt an, den Umgang mit Anwendungen wie Word, PowerPoint oder Excel vor allem in der Schule gelernt zu haben. Insgesamt zeigt sich damit, dass der Unterricht weiterhin eine zentrale Rolle beim Aufbau grundlegender digitaler Kompetenzen spielt, auch wenn digitale Medien noch nicht überall gleich stark im Alltag angekommen sind.