Goldene Regeln für Kinder von 7 bis 10 Jahren: Smartphone & Tablet

Viele Kinder wollen in dem Alter zwischen sieben und zehn Jahren ihr erstes eigenes Handy. SCHAU HIN! bietet Ihnen mit den Goldenen Regeln einfache Tipps für den Alltag, um Ihr Kind bei der Mediennutzung zu begleiten.

  1. Den Tagesablauf nicht diktieren lassen

    Unterstützen Sie Ihr Kind darin, dass es sich seinen Tagesablauf nicht von den Programmangeboten im Fernsehen diktieren lässt. Besprechen Sie Alternativen, wie Sendungen aufgezeichnet werden oder in den Mediatheken der Senderanstalten zu einem anderen Zeitpunkt angeschaut werden können. Gründe, alles stehen- und liegen zu lassen oder Pflichtaufgaben nicht zu erfüllen, gibt es damit nicht mehr.

  2. Abendprogramm mit Vorsicht genießen

    Nach 20 Uhr ist es besonders wichtig, das richtige Programmangebot sorgsam auszuwählen und am besten gemeinsam fernzusehen. Spielfilme, Krimis, Mystery- oder Actionserien können auch ältere Kinder noch überfordern. Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) trifft zwar eine Vorauswahl durch die Sendeplatzierung, Sie kennen Ihr Kind aber am besten. Machen Sie sich daher zusätzlich ein Bild von der jeweiligen Sendung oder dem Film und schauen Sie, ob es tatsächlich für Ihr Kind geeignet ist.

  3. Leiten Sie Ihr Kind an zu einer souveränen und kritischen Nutzung

    Versuchen Sie, Ihre Kinder dabei zu unterstützen, das Fernsehen selbständig und kritisch zu nutzen. Billigen Sie älteren Kindern mehr Freiheiten zu, tauschen sie sich aber auch intensiv über Qualität, Nutzen und Funktion von TV-Sendungen und anderen Medienangeboten aus. Spätestens im fortgeschrittenen Jugendalter sollten Kinder gelernt haben, innerhalb der Grenzen des Jugendschutzes souverän und eigenständig mit Medien umzugehen.

  4. Seien Sie GesprächspartnerIn in der realen Welt

    Im Altersverlauf gewinnen Vorbilder aus den Medien an Bedeutung: Egal ob Justin Bieber oder „Germany‘s next Topmodel“; das Fernsehen bietet eine Vielzahl an Identifikationsmustern und Vorbildern. Gerade wenn die Lieblingssendungen der Mädchen und Jungen problematische Rollenbilder liefern, brauchen sie Vorbilder und GesprächspartnerInnen in der Realität.

  5. Bauen Sie eine Vertrauenssituation auf

    Kinder in diesem Alter wollen öfter alleine fernsehen oder gemeinsam mit FreundInnen Sendungen (Sportsendungen, Musikshows, Rateshows) anschauen. Wenn Sie dabei weiterhin darauf achten, wie Ihr Kind reagiert und sich verhält, dann spricht auch nichts dagegen, mal eine Sendung alleine anzuschauen. Bleiben Sie aber in der Nähe und seien Sie weiterhin Ansprechpartner für Ihr Kind. Bauen Sie eine Vertrauenssituation auch in punkto Mediennutzung mit Ihrem Kind auf.

  6. Vereinbaren Sie Zeitkontingente

    Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern klare Regeln, wann, wie lange und was sie im Fernsehen gucken dürfen und achten Sie auf die Einhaltung der Vereinbarung. Schon aus diesem Grund gehört ein Fernseher nicht ins Kinderzimmer, denn dann ist Kontrolle kaum noch möglich. Wichtig ist aber in jedem Falle eine Richtlinie, die Sie Ihrem Kind mit auf den Weg geben. Wenn möglich, können Sie Ihrem Kind auch mehr Verantwortung übertragen, selbst auf die Zeiten zu achten. 
    Zur Orientierung: 
    Für Kinder ab 10 Jahren bietet sich ein Wochenkontingent an. Dieses sollte 9 Stunden pro Woche nicht überschreiten.

  7. Kein schlechtes Gewissen

    Kinder mögen das Fernsehen genauso wie die Erwachsenen: Um sich zu informieren und zu lernen, um abzuschalten und um sich unterhalten zu lassen. Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Ihr Kind nicht nur "pädagogisch wertvolle" Sendungen guckt. Oder dass es überhaupt fernsieht, anstatt mit anderen Kindern "sinnvoll" zu spielen. Natürlich nur so lange der Inhalt altersgerecht ist.

  8. Action und Gewalt? – Eltern, Augen auf!

    Action und Spannung kommen im TV kommen bei Kindern oft gut an. Egal ob Star Wars oder japanische Zeichentrickserien: Die rasanten Auseinandersetzungen zwischen Gut und Böse nach den immer gleichen Strickmuster sollten Eltern kritisch sehen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Geschichten von der „gerechtfertigten“ Gewalt nicht in der Realität übernimmt. Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Kind über das Gesehene und seine Idole aus den Serien.

  9. Mit Werbung kritisch umgehen

    Die Fernsehlieblinge der Kinder werden oft intensiv vermarktet, entsprechend groß sind die Konsumwünsche. Die Werbeartikel und das Fachwissen zu Medienmarken werden zu Statussymbolen, die als notwendig angesehen werden, um z.B. in der Clique mitreden zu können. Klären Sie ihr Kind möglichst frühzeitig darüber auf, wie Werbung funktioniert und mit welchen raffinierten Methoden Konsumwünsche geweckt werden.

  10. Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus

    Ihr Einfluss auf Ihr Kind verändert sich mit zunehmendem Alter: Spätestens ab Mitte des Grundschulalters werden die Gleichaltrigen wichtiger und die Kinder orientieren sich dann verstärkt an Freunden und Freundinnen, mit denen sie ihre Zeit verbringen. Tauschen Sie sich deshalb mit anderen Eltern z.B. über die Themen Fernsehkonsum, TV-Werbung, Castingshows oder Gewaltdarstellungen aus.

  11. Vereinbaren Sie klare Regeln für die Nutzungszeiten

    Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern klare Regeln, wann, wie lange und was sie im Fernsehen gucken dürfen und achten Sie auf die Einhaltung der Vereinbarung. Schon aus diesem Grund gehört ein Fernseher nicht ins Kinderzimmer, da in diesem Fall eine sinnvolle Kontrolle kaum noch möglich ist. Wichtig ist aber in jedem Falle eine Richtlinie, die Sie Ihrem Kind mit auf den Weg geben. Wenn möglich, können Sie Ihrem Kind bereits jetzt in kleinen Schritten Verantwortung übertragen, selbst auf die Zeiten zu achten. '
    Zur Orientierung: 
    6 bis 9 Jahre: nicht mehr als eine Stunde pro Tag.
    Für Kinder ab 10 Jahren bietet sich ein Wochenkontingent an. Dieses sollte etwa neun Stunden die Woche nicht überschreiten.
    Ihr Kind geht inzwischen verantwortungsvoll mit den verabredeten Zeiteinheiten um? Dann spricht nichts dagegen, dass Ihr Kind mit Ihnen vereinbart, wie es sich seine Medienzeit über eine gesamte Woche einteilt.

  12. Bleiben Sie in der Nähe

    Der Fernseher eignet sich nicht als Babysitter. Schauen Sie, sooft es geht, gemeinsam mit Ihrem Kind fern. Vor allem Vorschul- und Grundschulkinder benötigen Begleitung. Bekannte Formate und Videos, von denen Sie wissen, dass Ihr Kind sie gut verkraftet, kann es gelegentlich auch allein ansehen. Gut ist, wenn Sie als AnsprechpartnerIn in der Nähe sind.

  13. Vorsicht bei Online-Rollenspielen

    Eine virtuelle Welt voller Gefahren und Abenteuer und die Möglichkeit mit FreundInnen und Fremden gemeinsam zu spielen, ist verlockend. Gerade sogenannte MMORPGs (Online-Rollenspiele) haben aber eine enorme Sogwirkung, der sich auch so manch Erwachsene/r nicht entziehen kann. Da das Spiel ständig weiterläuft, auch wenn der Spieler oder die Spielerin nicht eingeloggt ist, kann ein regelrechter Spieldruck entstehen. Deshalb ist es wichtig, mit Kindern über mögliche Risiken beim Online-Spielen zu sprechen und die Spieldauer sehr genau im Auge zu behalten. Im Zweifelsfall sollten Eltern diese Form des Spielens gänzlich verbieten.

  14. Spielen mit Gewalt? – Achten Sie auf Altersangaben!

    Gerade bei Jungen ab etwa dem Grundschulalter werden actionreiche Spiele beliebt. Doch Vorsicht: Vieles, was den Kindern attraktiv erscheint, kann drastische Gewalt enthalten. Militärische Strategiespiele, Action-Adventures oder Shooter-Spiele sind meist erst ab 12, 16 oder 18 Jahren freigegeben. Action und Tempo werden aber auch unter anderem bei Sport- oder Rennspielen geboten. Vergleichen sie unterschiedliche Spieltitel und wählen sie der Altersgruppe gemäß.

  15. Achten Sie auf Kosten(fallen)

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über Kosten von Spielesoftware und eventuellen Kostenfallen bei Online-Spielen, die z.B. beim Kauf von Erweiterungen oder beim Abschluss von Abos anfallen können. Sobald Ihr Kind in einem Alter ist, in dem es sein Taschengeld selbst verwaltet, eignet sich ein Prepaid-Betrag, den viele Online-Games bereits anbieten. So bleiben die Kosten überschaubar.

  16. Schauen Sie auf Ihr Kind

    Beobachten Sie, wie oft und welche Spiele Ihr Kind nutzt. Jedes Kind reagiert unterschiedlich auf die Darstellungen oder die Anforderungen, die das Spiel stellt. Sprechen Sie Ihr Kind darauf an, wenn Sie Veränderungen in seinem Verhalten feststellen. Behalten Sie bei Online-Games im Auge, mit wem Ihr Kind im Internet spielt.

  17. Zeitkontingente statt starre Zeitvorgaben

    Auch im fortgeschrittenen Alter gilt bei elektronischen Spielen: Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind klare Regeln und Zeiten zur Nutzung. Berücksichtigen Sie dabei, dass Ihr Kind zunehmend mehr Verantwortung für sich und sein Handeln übernehmen kann. Spiele stellen vielfältige Anforderungen an Ihr Kind, Pausen sind also wichtig. Die Möglichkeiten, Spielstände zu speichern sind von Spiel zu Spiel unterschiedlich, seien Sie kein/e SpielverderberIn und lassen Sie Ihrem Kind Zeit bis zur nächsten Spielstandspeicherung, bevor es das Spiel beenden muss.
    Zur Orientierung:
    Für Kinder ab 10 Jahren bietet sich ein Wochenkontingent an. Dieses sollte etwa neun Stunden die Woche nicht überschreiten. Wichtig: unbedingt Pausen einplanen (zum Beispiel alle 90 Minuten).

  18. Sorgen Sie für Abwechslung

    Achten Sie von Anfang an darauf, dass Computerspiele nicht das einzige Hobby Ihres Kindes sind. Seien Sie besonders beim Gebrauch von Tablets und Smartphones Vorbild, indem Sie auch Ihre eigenen Nutzungszeiten im Blick haben. Bedenken Sie, dass digitale Spiele in jedem Falle eine Ergänzung, keinesfalls aber als Ersatz oder „moderner“ Nachfolger von konventionellen Spiel-, Beschäftigungs- und Lernmöglichkeiten gelten. Nur eine Vielfalt von Lernerfahrungen fördert Ihr Kind in seiner Entwicklung.

  19. Vorsicht bei Spielen mit exzessiver Gewalt

    Bei Kindern ab etwa dem Grundschulalter werden actionreiche Spiele beliebt. Doch Vorsicht: Vieles, was vor allem Jungs attraktiv erscheint, kann drastische Gewalt enthalten. Militärische Strategiespiele, Action-Adventures oder Shooter-Spiele sind meist erst ab 12, 16 oder 18 Jahren freigegeben. Action und Tempo werden aber auch unter anderem bei Sport- oder Rennspielen geboten. Vergleichen sie unterschiedliche Spieltitel und wählen sie den Inhalt altersgerecht aus.

  20. Achten Sie auf Kosten(fallen)

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über Kosten von Spielesoftware und eventuellen Kostenfallen bei Online-Spielen, die z.B. beim Kauf von Erweiterungen oder beim Abschluss von Abos anfallen können. Dass jüngere Kinder z.B. zusätzliche Ausrüstung für Ihre Spielfigur nicht alleine kaufen, liegt auf der Hand. Sobald Ihr Kind in einem Alter ist, in dem es sein Taschengeld selbst verwaltet, eignet sich ein Prepaid-Betrag, den viele Online-Games bereits anbieten. So bleiben die Kosten überschaubar.

  21. Begrenzen Sie die Zeit vor dem Bildschirm

    Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind klare Regeln und Zeiten zur Nutzung von elektronischen Spielen. Achten Sie auf die Einhaltung dieser Abmachung und berücksichtigen Sie auch die Zeit, die Ihr Kind zusätzlich mit anderen Medien (z.B. vor dem TV) verbringt.
    Zur Orientierung: 
    6 bis 9 Jahre: nicht mehr als eine Stunde pro Tag.
    Für Kinder ab 10 Jahren bietet sich ein Wochenkontingent an. Dieses sollte etwa neun Stunden die Woche nicht überschreiten.
    Ihr Kind geht inzwischen verantwortungsvoll mit den verabredeten Zeiteinheiten um? Dann spricht nichts dagegen, dass Ihr Kind mit Ihnen vereinbart, wie es sich seine Medienzeit über eine gesamte Woche einteilt.

  22. Beobachten Sie die Reaktionen Ihres Kindes

    Beobachten Sie, wie oft und welche Spiele Ihr Kind nutzt. Jedes Kind reagiert unterschiedlich auf die Darstellungen oder die Anforderungen, die das Spiel stellt. Sprechen Sie Ihr Kind darauf an, wenn Sie Veränderungen in seinem Verhalten feststellen. Behalten Sie bei Online-Games im Auge, mit wem Ihr Kind im Internet spielt.

  23. Achten Sie auf Kostenfallen

    Kleinere Kinder sollten nicht alleine die Möglichkeit bekommen, bei Online-Games z.B. zusätzliche Ausrüstung für ihre Spielfigur zu kaufen. Achten Sie darauf, dass ihr Kind keine Spiele spielt, in denen es leicht auf solche Kaufoptionen klicken kann. Speichern Sie weder Zahlungsdetails noch Passwörter.

  24. Schauen Sie auf Ihr Kind

    Beobachten Sie, wie oft und welche Spiele Ihr Kind nutzt. Jedes Kind reagiert unterschiedlich auf die Darstellungen oder die Anforderungen, die das Spiel stellt. Sprechen Sie Ihr Kind darauf an, wenn Sie Veränderungen in seinem Verhalten feststellen.

  25. Grenzen Sie die Zeiten ein

    Auch für den elektronischen Spielspaß gilt: das richtige Maß ist wichtig. Wenn Sie mit Ihrem Kind klare Regeln und Zeiten zur Nutzung vereinbaren, kann Ihr Kind sich daran orientieren. Achten Sie darauf, dass beide Seiten die Abmachung einhalten. Erläutern Sie Ihrem Kind, dass auch die Zeit, die es mit anderen Medien verbringt (z.B. vor dem TV), eine Rolle spielt, wenn Sie die Spielzeiten verabreden. Zur Orientierung:
    3 bis 5 Jahre: nicht länger als eine halbe Stunde pro Tag.
    6 bis 7 Jahre: nicht länger als eine Stunde pro Tag.

  26. Wählen Sie altersgerechte Angebote

    Im Kindergartenalter sind Kinder noch Medienanfänger. Das gilt auch und gerade für interaktive Medien wie Smartphones, Tablets und Computerspiele. Deshalb wählen Sie gerade auch für SpieleinsteigerInnen nur altersgerechte Angebote. Informieren Sie sich am besten regelmäßig über Games und Apps, die für die 3-6-Jährigen geeignet sind. Zum Beispiel hier: www.internet-abc.de/spiele oder www.feibel.de.

  27. Nicht zu früh beginnen

    Mit Apps für Tablet und Smartphones ist der elektronische Spielspaß schon für die Allerjüngsten leicht erreichbar. Doch ist es ratsam, dass Kinder unter drei Jahren auch ausreichend Zeit und Möglichkeiten haben, zunächst die Welt um sich herum mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu erkunden. Vorrangig für eine gesunde Entwicklung sind direkte Erfahrungen und der direkte Austausch mit Eltern, ErzieherInnen und anderen Kindern. Konfrontieren Sie Ihr Kind deshalb nicht zu früh mit elektronischen Medien. So kommen die Erfahrungen in der realen Welt nicht zu kurz und die digitale Spielewelt überfordert nicht. SCHAU HIN! empfiehlt: Spielen am Tablet oder Smartphone nicht unter drei Jahren.

  28. Games sind kein Erziehungsinstrument

    Benutzen Sie elektronische Spiele – genau wie andere Medien auch - nicht als Belohnungs- oder Bestrafungsmittel und missbrauchen Sie sie nicht als Babysitter. Die Spiele bekommen sonst eine viel zu große Bedeutung für Ihr Kind. Und: Sorgen Sie für körperlichen Ausgleich und regen Sie ihr Kind zu attraktiven Alternativen oder gemeinsamen Aktivitäten an.

  29. Schützen Sie persönliche Daten

    Achten Sie vor der Anmeldung bei Online-Games darauf, ob und wie die Daten Ihres Kindes weiterverarbeitet werden. Entscheiden Sie, ob Sie damit einverstanden sind oder nicht. Bieten die Spiele keine Informationen dazu oder werden auch Daten wie Adresse oder Telefonnummer abgefragt, ist das Spiel nicht zu empfehlen. Sensibilisieren Sie Ihr Kind, dass es später auch selbst keine persönlichen Daten achtlos weitergibt.

  30. Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen

    Computer, Konsolen und Tablets müssen kindersicher gemacht werden. Achten Sie darauf, dass auf Ihrem Computer, Tablet oder Smartphone eine Filtersoftware installiert ist und auch bei Spielkonsolen die richtigen Einstellungen vorgenommen werden.
    Anleitungen finden Sie hier:
    Sicherheitseinstellungen für Konsolen
    Sicherheitseinstellungen für IPhone und Android-Smartphones
     

  31. Informieren Sie sich über Spiele

    Suchen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern nach passenden Spielen und machen Sie sich selbst ein Bild von den Inhalten. Nutzen Sie auch das Wissen von ExpertInnen, die Spiele testen und eine Altersempfehlung vergeben. Spielempfehlungen für jedes Alter finden Sie z.B. auf spielbar.deseitenstark.defragfinn.deinternet-abc.de. Auszeichnungen von www.gigamaus.de und Tommi "www.kindersoftwarepreis.de" geben zusätzlich Orientierung.

  32. Spielen Sie gemeinsam

    Gerade zum Einstieg aber auch später, sollten Sie regelmäßig gemeinsam elektronische Spiele nutzen. Lassen Sie sich von Ihrem Kind die Spiele erklären, die es gerne nutzt - was es erlebt und was ihm daran Spaß macht. So finden Sie am besten heraus, welche Games für Ihr Kind geeignet sind und welche weniger. Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über einzelne Spielelemente (Figuren, Grafik, Töne, Zeit u.a.). Vor allem bei den Jüngsten sollten Eltern und andere Bezugspersonen außerdem mit Rat und Tat helfen, wenn es der Spielverlauf erfordert.

  33. Wählen Sie kindgerechte Apps

    Informieren Sie sich, welche Apps für Ihr Kind geeignet sind. Auf die Alterseinstufungen der Appstores sollten Sie sich nicht einfach verlassen, sondern die App lieber selbst beurteilen. Achtung: Das Herunterladen im Appstore ist zumindest für die erste Zeit Elternsache. Prüfen Sie gemeinsam mit dem Nachwuchs Apps zur Kommunikation und zum Datenaustausch; für Eltern und Kinder ist es wichtig, die Entscheidung über die Weitergabe von Daten im Blick zu halten. Hat Ihr Kind genügend Erfahrung, Reife und Verantwortungsbewusstsein kann es ab etwa 12 Jahren auch Downloads und Anmeldung selbstständig vornehmen und sich bei Fragen oder Unklarheiten an Sie wenden.

  34. Vereinbaren Sie Handypausen

    Damit Kinder das Smartphone bewusst nutzen, können Eltern vereinbaren, dass es beim Essen, bei den Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen Sendepause hat. Denn Forscher haben herausgefunden, dass das helle Licht der Bildschirme das Hormon Melatonin unterdrücken kann, das die Schlaf- und Wachphasen regelt. Mehr dazu in unserem Extrathema Medienzeiten. Das Smartphone kann Ihr Kind zumindest anfangs abends an einen festen Platz legen oder abgeben.

    Weitere Tipps, damit man sich nicht ständig ablenken lässt: Vorher überlegen was man im Chat klärt und was lieber persönlich. Ein kurzer Anruf ist oft effektiver als ewig hin und her zu tippen. Das Handy nur in bestimmten Abständen checken, z.B. morgens, mittags und abends. Push-Nachrichten ausschalten, damit man nicht wegen jeder Kleinigkeit abgelenkt wird. Bei Messengern im Status anzeigen, dass man beschäftigt ist, damit andere Bescheid wissen. Ausstellen, dass andere sehen, wann man zuletzt online war oder eine Nachricht gelesen hat. Nachrichten in Gruppen-Chats auch zeitweise stummschalten. Bei Treffen das Smartphone weglegen und lautlos stellen. Das zeugt von Respekt.

    Die kostenlose Android App Menthal, von Forschern der Uni Bonn, zeigt die tägliche Nutzungsdauer des Handys, die am häufigsten verwendeten Anwendungen und Informationen zum Telefonier-Verhalten an. Gehen Sie als Vorbild mit gutem Beispiel voran! Dreht sich bei Ihrem Kind nur noch alles ums Handy/Smartphone, führen Sie handyfreie Tage ein und suchen Sie mit Ihrem Kind nach Alternativen. Auch kann es hilfreich sein, eine Zeitbegrenzung im WLAN festzulegen.

  35. Schützen Sie persönliche Daten

    Besprechen Sie mit Ihrem Kind, dass ein Smartphone eine Fülle von Daten speichert; ein Großteil davon bezieht sich auf die persönliche Privatsphäre, die man nur mit echten FreundInnen teilt. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, die Inhalte, seines Handys zu schützen. PIN-Nummer, Passwort und Datenverschlüsselung erschweren unerwünschte Zugriffe auf Daten – auch im Falle eines Diebstahls. Das Ausschalten des Ortungsdienstes bei Smartphones verhindert, dass z.B. Apps den Standort des Gerätes ermitteln können. Zum Datenschutz gehört auch ein sicheres Passwort aus Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen. Downloads oder Anmeldungen sind zumindest anfangs nicht allein durchzuführen. So können Eltern Dienste auf Datenschutzrisiken oder anfallende Kosten prüfen.

  36. Vereinbaren Sie Nutzungsregeln

    Wenn Eltern ihrem Kind ein Smartphone erlauben, erproben sie mit den jungen NutzerInnen am besten einige Funktionen und vereinbaren gemeinsam Nutzungsregeln, die sie auch schriftlich festhalten können. Dies stärkt das Vertrauen und hilft Kindern mit dem Gerät verantwortungsbewusst umzugehen.

    Die Vereinbarung umfasst Punkte zu Verhalten, Sicherheit, Datenschutz, Downloads und Kosten. Dazu gehört Sicherheitseinstellungen zu aktivieren, zu wissen, wann GPS, W-LAN und Bluetooth besser ausgeschaltet bleiben, eine Antivirenschutz-App zu nutzen, Anwendungen auf Datenschutzrisiken einzuschätzen, ein sicheres Passwort zu erstellen und regelmäßig zu ändern, sorgsam mit eigenen privaten Daten und denen von anderen umzugehen, Downloads und Anmeldungen nur in Rücksprache vorzunehmen, anfallende Kosten zu beachten, rücksichtsvoll zu sein und das Smartphone etwa im Schulunterricht auszuschalten oder auf lautlos zu stellen.

    Der Vertrag sollte auch mögliche Konsequenzen enthalten, zum Beispiel eine längere Handypause. Wichtig ist, dass die Vereinbarungen mit der Reife und den Erfahrungen des Kindes mitwachsen. Überprüfen Sie am besten gemeinsam regelmäßig, ob die Regeln noch passen.

    Vorlagen finden Eltern etwa bei mediennutzungsvertrag.de.

  37. Sichern Sie das Gerät

    Vor der Anschaffung und Nutzung im Alltag erproben Eltern mit den jungen NutzerInnen am besten einige Funktionen und besprechen Themen des sicheren und verantwortungsvollen Umgangs: 
    Eltern richten zu Beginn gemeinsam mit ihrem Kind das Smartphone ein und aktivieren die Sicherheitseinstellungen. So können sie erklären, wann GPS, W-LAN und Bluetooth besser ausgeschaltet bleiben und wie sie eine Antiviren-App nutzen. Eine Jugendschutz-App zu nutzen ist ratsam. Wichtig: Diese Hilfsmittel ergänzen die Begleitung durch die Eltern, ersetzen sie aber nicht.

  38. Vermeiden Sie Kostenfallen

    Nicht nur bei Laufzeitverträgen, sondern auch bei Prepaid-Karten ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über die Kosten für Datenvolumen, Gespräche und Nachrichten sprechen. Vorsicht bei Zusatzdiensten, Klingeltönen, Apps und Spielen fürs Handy! Diese Angebote sind häufig kostspielig.

    Lassen Sie Drittanbieter beim Netzbetreiber sperren: Bei der Telekom nutzen sie dazu die Servicenummer 2202, bei Vodafone 1212, bei 02 55222. Ab einer gewissen Reife und Erfahrung mit etwa 12 Jahren können Sie diese wieder aktivieren. Informieren Sie sich – am besten mit Ihrem Kind – über kostenlose Angebote und aktivieren Sie Sicherheitseinstellungen im Gerät.

  39. Wählen Sie einen kindgerechten Tarif

    Ein Laufzeitvertrag mit monatlicher Kostenbegrenzung ("Kosten-Airbag") oder ein spezieller Vertrag für Kinder und Jugendliche ist bei vielen Anbietern erhältlich. Besprechen Sie mit Ihrem Kind welche Kosten bei welcher Nutzung entstehen und erklären Sie Zusammenhänge verständlich. Richten Sie auch eine Erinnerung ein, wenn ein gewisses Datenvolumen erreicht ist.

    Beteiligen Sie Ihr Kind an den Kosten, sowohl bei der Anschaffung des Gerätes als auch für die regelmäßige Nutzung (Prepaidkarte oder monatliche Laufzeitkosten). So lernt es nicht nur sein Smartphone zu schätzen sondern auch verantwortungsvoll damit umzugehen und es sinnvoll einzusetzen. Ein Einnahmen- und Ausgabenplan hilft Ihrem Kind, die Kosten im Blick zu halten.

  40. Wählen Sie Geräte gut aus

    Kinder und Jugendliche sind mit dem neuesten Marken-Gerät nicht auch gleich richtig ausgestattet. Dies ist auch zu beachten, wenn Eltern ihren Kindern ihr altes Smartphone überlassen, wenn sie sich ein neues kaufen. Wichtiger ist, dass es zu ihren Bedürfnissen passt und Kinder damit gut umgehen können. Hier können sich Eltern durch Produkttests über das Wunschobjekt informieren und Vergleiche ziehen sowie Ihr Kind dazu animieren, um zu einer sachlichen Entscheidung zu kommen. Damit Kindern bewusst wird, welchen Kosten das Smartphone verursacht, können sich diese an der Anschaffung und an den laufenden Kosten zumindest beteiligen.

    Bei der Auswahl können Sie außerdem auf den SAR-Wert achten. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rät dazu, die Strahlenbelastung für Kinder möglichst gering zu halten. Bislang bestehen noch Unsicherheiten zu der Frage, ob elektromagnetische Felder Kinder ggf. stärker beeinträchtigen, da sie sich noch in der Entwicklung befinden. Praktisch schützen Sie sich und Ihr Kind vor Strahlungseinflüssen, indem Sie das Gerät erst nach aufgebauter Verbindung ans Ohr halten. Empfehlenswert sind Headsets: Sie haben einen separaten Kopfhörer und sorgen für Abstand zwischen Kopf und Gerät. Auch wichtig: ein guter Kopfhörer, der das Gehör schützt.

  41. Smartphone? Aber nicht zu früh!

    Mit einem Smarthpone hat man auch gleich Internet, Apps und viele andere Funktionen in der Hosentasche. Dazu brauchen Kinder Erfahrung und auch Verantwortung im Umgang. In der Regel ist ein Kind ab etwa elf Jahren soweit. Wichtig ist, die Geräte über Sicherheitseinstellungen und Jugendschutz-Apps gut zu sichern – umso mehr, wenn Eltern sich dafür entscheiden, ihrem Kind schon früher ein Smartphone zu geben. 

  42. Wählen sie kindgerechte Apps

    In dieser Altersgruppe besitzen Kinder gewöhnlich kein eigenes Smartphone. Aber in Maßen können viele am mobilen Gerät ihrer Eltern spielen. Für Schulkinder gibt es eine große Auswahl an Lern- und Spiele-Apps, die altersgerecht aufbereitet sind; einige unterstützen spielerisch beim Lesen, Schreiben oder Rechnen. Gute Apps für Kinder sind einfach aufgebaut, wirken nicht überladen und sind werbefrei. Wenn Sie sich Zeit nehmen, gemeinsam mit Ihrem Kind zu spielen und sich ein eigenes Bild von den Programmen machen, erfahren sie gleichzeitig, wie Ihr Kind damit umgeht.

  43. Vermitteln Sie Benimm-Regeln für das Handy

    Im Schulunterricht gilt ganz klar: Das Handy ausschalten oder auf lautlos stellen und wegpacken. Zudem ist an einigen Schulen das Benutzen von Handys ganz verboten, auch in den Pausen und auf dem Schulhof. Dies sollte vorab geklärt werden. Darüber hinaus können Sie mit Ihrem Kind auch für Autofahrten, Familienfeiern, gemeinsame Essensrunden oder Unternehmungen „handyfreie Zonen“ vereinbaren. In öffentlichen Verkehrsmitteln kann laute Musik und lautes Telefonieren Mitmenschen stören. Leiten Sie Ihr Kind dazu an, mit seinem Mobiltelefon im Zusammensein mit anderen rücksichtsvoll zu sein. Gehen Sie auf jeden Fall mit gutem Beispiel voran.

  44. Begrenzen Sie die Nutzungszeit

    Auch die Handy/Smartphone-Nutzung sollte zeitlich begrenzt werden. Anders als bei den übrigen digitalen Medien, lässt sich die Zeitdauer jedoch schwieriger festlegen, da Heranwachsende die Geräte spontan immer wieder für kürzeste Zeiteinheiten nutzen. Wichtig ist: es muss täglich handyfreie Phasen geben. Als Rahmenorientierung für Eltern und Kindern empfehlen wir Beschäftigung mit dem Handy/Smartphone ausdauernd am Stück:
    7 -8-Jährige, die das Handy/Smartphone von Eltern oder älteren Kindern nutzen:
    nicht länger als 30 Min.
    9 – 10-Jährige: nicht länger als 45 Min.

  45. Schützen Sie persönliche Daten

    Bei Handys sollte generell immer die Tastensperre mit PIN aktiv sein, damit niemand sonst auf das Handy zugreifen kann, wenn es in fremde Hände gerät.
    Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch darüber, welche Daten es von sich und anderen auf dem Handy speichert. Wichtig zu wissen: es gibt Apps, die auf das persönliche Adressbuch zugreifen und Daten zu Werbezwecken nutzen. Unterstützen Sie Ihr Kind, mit persönlichen Daten vorsichtig umzugehen.

  46. Achten Sie auf Sicherheit!

    Schützen Sie Ihr Kind vor nicht altersgerechten Inhalten. Aktivieren Sie Jugendschutzeinstellungen an den Geräten, die das Kind nutzt – z.B. am Familien-Tablet.

  47. Wie gefährlich ist die Strahlung eines Handys?

    Es gibt bislang keine wissenschaftlichen Studien, die eine gesundheitsschädigende Wirkung von elektromagnetischen Feldern eindeutig nachweisen. Wenn Sie sicher gehen möchten: Bei der Auswahl eines Handys können Sie auf den sogenannten SAR-Wert des Handys achten, dieser sollte möglichst gering sein. Praktisch schützen Sie sich und Ihr Kind vor Strahlungseinflüssen, indem Sie das Handy erst nach aufgebauter Verbindung ans Ohr halten. Empfehlenswert sind Headsets: Sie haben einen separaten Kopfhörer und sorgen für Abstand zwischen Kopf und Antenne. Wichtig außerdem: Kopfhörer wählen, die das Gehör gut schützen.

  48. Achten Sie auf Kostenfallen!

    Nicht nur bei Laufzeitverträgen, sondern auch bei Handys mit Prepaid-Karte ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind über die Kosten für Gespräche und Kurznachrichten (SMS und MMS) sprechen. Vorsicht bei Klingeltönen, Apps und Spielen fürs Handy! Diese Angebote sind häufig kostspielig. Informieren Sie sich – am besten gemeinsam mit Ihrem Kind – was kostenlose Angebote genau bieten und welche Sicherheitseinstellungen im Gerät und beim Anbieter Kosten vermeiden helfen.

  49. Besprechen Sie mit Ihrem Kind die Kosten

    Für die Kosten, die sich aus einem Mobilfunkvertrag ergeben, ist stets rechtlich der- oder diejenige verantwortlich, der/die den Vertrag unterzeichnet hat. Dies sind in der Regel die Eltern. Diese sind dann in der Folge auch für die Zahlung der Rechnung verantwortlich. Dennoch: Beteiligen Sie Ihr Kind an den Handykosten, sowohl bei der Anschaffung des Gerätes als auch für die regelmäßige Nutzung (Prepaidkarte oder monatliche Laufzeitkosten). So lernt Ihr Kind nicht nur, sein Handy zu schätzen sondern auch verantwortungsvoll damit umzugehen und es sinnvoll für sich einzusetzen. Ein Einnahmen- und Ausgabenplan hilft Ihrem Kind, die Kosten im Blick zu halten.

  50. Achten Sie auf kindgerechte Tarife

    Für Ihr Kind eignet sich zum Einstieg vor allem eine sogenannte Prepaid-Karte mit Guthabenkonto. Bei dieser Lösung ist das Telefonieren geringfügig teurer, Sie und Ihr Kind sind aber vor hohen (Zusatz-)Kosten geschützt. Ist das Guthaben aufgebraucht, kann Ihr Kind zwar nicht mehr selbst telefonieren, allerdings ist es für AnruferInnen weiterhin erreichbar. Auch ein Laufzeitvertrag mit monatlicher Kostenbegrenzung oder ein spezieller Vertrag für Kinder und Jugendliche ist bei vielen Anbietern erhältlich. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Kosten bei welcher Nutzung entstehen und erklären Sie Zusammenhänge verständlich.

  51. Das erste Handy - aber nicht zu früh!

    Für die Handyanschaffung lautet die allgemeine pädagogische Empfehlung: nicht vor dem neunten Geburtstag. Für jüngere Kinder kann ein „Notfallhandy“, beispielsweise für den Heimweg nach der Schule, sinnvoll sein. Ein Smartphone empfiehlt sich erst dann, wenn Sie sicher sind, dass Ihr Kind die Gefahren des Internets kennt und weiß, wie es sich schützt. Diese Reife erreichen Kinder ungefähr im Alter von 12 Jahren.

  52. Schaffen Sie "medienfreie" Alternativen

    Handy/Smartphone und Tablet-PCs können Kinder faszinieren und eröffnen ihnen neue Welten. Wichtig ist, dass Kinder neben den Medien auch andere, spannende Aktivitäten kennenlernen die sie herausfordern. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind die Medienzeit durch ausreichend Bewegung und Spielen – sei es allein, mit Gleichaltrigen oder in der Familie - ergänzen kann.

  53. Gehen Sie mit guten Beispiel voran

    Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder. Daher sollten auch Sie sich an gewisse Regeln halten und das Smartphone oder das Tablet nicht ständig in Gegenwart ihrer Kinder nutzen. Ihr Kind lernt von Ihnen, wie es richtig geht und baut sich sein Handlungsmuster auf.

  54. Vermitteln Sie Benimm-Regeln

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind schon frühzeitig über „handyfreie Zeiten“ und gehen sie mit gutem Beispiel voran. Urlaubsfahrten, Familienfeiern, gemeinsame Essensrunden oder Unternehmungen zählen unbedingt dazu. Laute Musik und Spielesounds können Mitmenschen stören. Leiten Sie Ihr Kind dazu an, mit dem Smartphone oder Tablet im Zusammensein mit anderen rücksichtsvoll zu sein.

  55. Achten Sie auf Kosten- und Werbefallen!

    Vorsicht bei Apps und Spielen fürs Handy! Vor allem in Gratisangeboten gibt es oft In-App-Käufe oder viel Werbung. Informieren Sie sich genau, was kostenlose Apps und Spiele bieten und welche Sicherheitseinstellungen im Gerät und beim Anbieter Kosten vermeiden helfen.

  56. Achten Sie auf Sicherheit!

    Sichern Sie Ihr Gerät, um zu vermeiden, dass Kinder Apps und Internetseiten öffnen, die nicht für sie geeignet sind. Bei den technischen Einstellungen des Smartphones mit iOS lassen sich Programm-Downloads nach Alter des Kindes einstellen, dafür unter Systemeinstellungen/Allgemein/Einschränkungen/Apps, die Altersgruppe des Kindes auswählen (4+, 9+, 12+ und 17+ Jahre). Auch der sogenannte „geführte Zugriff“ kann bei den Geräten als Kindersicherung genutzt werden, beispielsweise, um das Verlassen einer App zu verhindern oder automatische Zeitbegrenzungen einzurichten.

    In den Einstellungen bei Google Play (Android) lassen sich eine Authentifizierung (Passwort) für Käufe einstellen sowie passwortgeschützte Jugendschutzeinstellungen vornehmen, die das Anzeigen nicht altersgemäßer Apps, Filme oder Musik verhindert. Diese Einstellungen lassen sich allerdings durch das Zurücksetzen der Play Store-App auch ohne Passwort wieder ausschalten.

  57. Wählen Sie kindgerechte Apps

    Für Kindergarten- und Schulkinder gibt es eine große Auswahl an Lern- und Spiele-Apps, die altersgerecht aufbereitet sind und spielerisch beim Lesen, Schreiben oder Rechnen unterstützen. Gute Apps für Kinder sind einfach aufgebaut, wirken nicht überladen, sind werbefrei und haben einen Lerneffekt. Nehmen Sie sich Zeit, die App selbst mit Ihrem Kind zu testen.

  58. Wie gefährlich ist die Strahlung eines Handys?

    Es gibt bislang keine wissenschaftlichen Studien, die eine gesundheitsschädigende Wirkung von elektromagnetischen Feldern eindeutig nachweisen. Wenn Sie sicher gehen möchten: Bei der Auswahl eines Handys können Sie auf den sogenannten SAR-Wert achten, der möglichst gering sein sollte. Praktisch schützen Sie sich und Ihr Kind vor Strahlungseinflüssen, indem Sie unnötige Verbindungen ausstellen. Wichtig außerdem: Kopfhörer wählen, die das Gehör gut schützen.

  59. Entdecken Sie die Geräte gemeinsam

    Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt Ihr Smartphone oder das Tablet nutzt. Nehmen Sie Anteil an diesem Erlebnis und vermitteln Sie es als eine „besondere Sache“, die Ihr Kind nicht jeden Tag macht. Nicht vergessen: Ein Smartphone ist ein wertvolles Gerät, auch das sollte Ihr Kind lernen. Zeigen Sie ihm, wie es sorgfältig damit umgeht.

  60. Vereinbaren Sie feste Zeiten

    Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind feste Zeiten, die es mit den mobilen Geräten verbringen. Achten Sie darauf, dass diese eingehalten werden. Berücksichtigen Sie bei der Festlegung der Zeiten auch die Nutzung von anderen Medien wie Fernsehen oder Spielkonsole.
    Zur Orientierung:
    3 bis 5 Jahre: nicht länger als eine halbe Stunde pro Tag.
    6 bis 7 Jahre: nicht länger als eine Stunde pro Tag.

  61. Nicht zu früh beginnen

    Gerade Kleinkinder brauchen ganzheitliche Erfahrungen wie gemeinsame Spiele in der Familie, Entdeckungen in der Natur und Sport. Dazu können auch Medien gehören, wenn sie begleitet, die Geräte gesichert und die Inhalte gut ausgewählt sind. Das elterliche Smartphone oder Tablet darf Ihr Kind erkunden, insofern es auch von Ihnen gewünscht ist. Natürlich immer altersgerecht. Orientieren Sie sich an Altersangaben von ExpertInnen oder dem App-Store, testen Sie die Anwendungen aber auch selbst auf die Tauglichkeit für Ihr Kind. Manche Anwendungen können Ihr Kind überfordern.

  62. Auf Ausgleich achten

    Wie bei allen Medien, sollte auch für Jugendliche die Zeit in Sozialen Netzwerken nicht unbegrenzt sein. Treffen Sie daher Vereinbarungen, wie lange und in welchen Netzwerken es kommunizieren darf. Bieten Sie Ihrem Kind immer wieder Alternativen wie Sport/Unternehmungen mit FreundInnen, Outdoor-Aktivitäten unterschiedlichster Art, damit seine Erlebniswelt vielfältig ist.

  63. Sicherheitseinstellungen überprüfen

    Die voreingestellten Sicherheitseinstellungen von Sozialen Netzwerken schützen die Privatsphäre Ihres Kindes meist nicht ausreichend. Es kann dazu führen, dass Kinder ausgespäht oder ihre Daten missbräuchlich zu Werbezwecken verwendet werden. Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen daher gemeinsam mit Ihren Kindern regelmäßig und passen Sie sie neu an.

  64. Im Gespräch bleiben

    Wichtig ist auch bei älteren Kindern Interesse und Verständnis dafür zu zeigen, was der Nachwuchs in Sozialen Netzwerken macht. So können Sie Vertrauen zu Ihrem Kind aufbauen. Merkt Ihr Kind, dass Ihr Interesse echt ist, dann wird es in Zukunft auch mit unangenehmen Erlebnissen zu Ihnen kommen.

  65. Gemeinsam anmelden

    Unterstützen Sie Ihr Kind bei der Anmeldung in Sozialen Netzwerken. Dabei können Sie darauf achten, dass ein sicherer Benutzername gewählt wird, der die Identität des Kindes nicht verrät. In den Grundeinstellungen zu Privatsphäre und Datenschutz gibt es oft Wahlmöglichkeiten, die für mehr Sicherheit sorgen. Sprechen Sie darüber und machen Sie deutlich, warum solche Einstellungen wichtig sind.

  66. Orientierung an Peergroup

    Möchte sich Ihr Kind in einem Sozialen Netzwerk anmelden, dann wird es sich an Gleichaltrigen orientieren und eine Plattform auswählen, in denen FreundInnen oder SchulkameradInnen ebenfalls zu finden sind. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Netzwerke, die seinem Alter entsprechen und erklären Sie, warum Netzwerke wie Snapchat, Instagram oder TikTok für Kinder nicht geeignet sind. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen können Sie sich gemeinsam über Mindestalter und Datenschutz informieren. Werten Sie gemeinsam Vor- und Nachteile kritisch aus und suchen Sie nach Alternativen.

  67. Sich Informieren

    Soziale Netzwerke ändern sich schnell, ständig gibt es neue Versionen und Funktionen. Haben Sie Interesse und informieren Sie sich über die neusten Entwicklungen, z.B. bei SCHAU HIN! in der Rubrik „Soziale Netzwerke“. So können Sie Ihre Kinder sicher begleiten. Sollte Ihr Kind doch einmal auf einem aktuelleren Stand als Sie sein, lassen Sie sich die Neuerungen doch einfach von Ihrem Kind zeigen. So bekunden Sie Interesse und können gemeinsam voneinander lernen.

  68. Auffälligkeiten und Verstöße

    Sollte Ihr Kind mit problematischen Inhalten konfrontiert werden oder von Fremden belästigt werden, dann sichern Sie Beweise – mithilfe eines Screenshots und Notizen zu Datum, Uhrzeit, Nickname bzw. Absendername und Impressum. Und wenden Sie sich damit an Betreiber, Polizei oder eine Meldestelle, wie z.B. jugendschutz.net oder internet-beschwerdestelle.de.

  69. Vorbild sein

    Haben Sie selbst ein Profil in einem Sozialen Netzwerk? Dann seien Sie Vorbild und sparsam mit persönlichen Informationen und Fotos auf Ihrem Profil und schützen Sie Ihre Privatsphäre so gut wie möglich. So zeigen Sie Ihrem Kind, wie es richtig geht.

  70. Abwechslung zur Online-Kommunikation

    Wie bei allen Medien, sollte auch die Zeit in Sozialen Netzwerken nicht unbegrenzt sein. Treffen Sie daher Vereinbarungen mit Ihrem Kind, wie lange und in welchen Sozialen Netzwerken es kommunizieren darf. Bieten Sie Ihrem Kind auch Alternativen wie Sport und Unternehmungen mit FreundInnen, Outdoor-Aktivitäten unterschiedlichster Art oder Familienspiele ohne Mediengeräte an.

  71. Interesse zeigen

    Haben Sie ein offenes Ohr und interessieren Sie sich für das, was Ihr Kind in einem Sozialen Netzwerk erlebt. Besprechen Sie auch die Schwierigkeiten. Merkt Ihr Kind, dass Ihr Interesse echt ist, dann wird es in Zukunft auch mit unangenehmen Erlebnissen zu Ihnen kommen.

  72. Gesunde Skepsis bei Kontakten

    Raten Sie Ihrem Kind, niemals Fremde in die Freundesliste aufzunehmen und sich mit niemandem zu verabreden, den es nur online kennt. Man weiß nie, wer hinter einer Online-Bekanntschaft tatsächlich steckt, denn nicht selten werden z.B. Profilbilder einfach geklaut und mit falschen Angaben online gestellt.

  73. Netzwerke sichern

    Die voreingestellten Sicherheitseinstellungen von Sozialen Netzwerken schützen meist nicht ausreichend die Privatsphäre Ihres Kindes. Es kann dazu führen, dass Kinder ausgespäht oder ihre Daten missbräuchlich, z.B. zu Werbezwecken, verwendet werden. Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen daher gemeinsam mit Ihren Kindern regelmäßig. 

  74. Sicherheitsregeln vereinbaren

    Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Bedeutung von persönlichen Daten und dass diese nicht in Beiträgen und Chats veröffentlicht oder an Fremde weitergegeben werden dürfen. Erklären Sie Ihrem Kind, warum das so wichtig ist. Einmal eingestellte Informationen können leicht kopiert und an anderer Stelle im Internet wieder veröffentlicht werden. Die Datenverbreitung wird unüberschaubar und ist nicht mehr zu kontrollieren.

  75. Hilfe bei ersten Schritten

    Ob „Club“, „Community“ „Forum“ oder „Netzwerk“: Begleiten Sie Ihr Kind bei der Anmeldung Schritt für Schritt. Denken Sie sich z.B. gemeinsam einen BenutzerInnennamen aus, der nicht der echte Name sein sollte. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nur die nötigsten Daten angibt und eine spezielle E-Mail-Adresse benutzt, die nicht auf den richtigen Namen schließen lässt. Es ist ratsam, einen völlig neuen Email-Account anzulegen, der nur für diesen Zweck genutzt wird.

  76. Kindgerechte Netzwerke

    Möchte sich Ihr Kind in einem Sozialen Netzwerk anmelden, dann finden Sie gemeinsam aus, welches dem Alter und den Interessen Ihres Kindes entspricht. Achten Sie darauf, dass für die Anmeldung Ihres Kindes nach Ihrer Erlaubnis gefragt wird. Netzwerke wie Instagram, Snapchat und TikTok sind für Kinder nicht geeignet!

  77. Auch mal abschalten

    Spielen und Videos schauen gemeinsam mit der Familie ist gerade für die Jüngsten ein schönes Erlebnis. Aber Zeit für analoges Spielen drinnen und draußen oder für ein Treffen mit Freunden oder Verwandten ist ebenso wichtig. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, zwischen den Aktivitäten mit und ohne Medien die richtige Balance zu finden. So lernt es am besten sich in einer Welt zurechtzufinden, in der Medien eine große Rolle spielen.

  78. Seien Sie selbst ein Vorbild

    Überdenken Sie als Vorbild für Ihre Kinder Ihr eigenes Fernsehverhalten. Zappen Sie oberflächlich oder wählen Sie Programme bewusst aus? Lassen Sie den Fernseher oft nebenbei laufen? Besser ist es, den Fernseher nur zu einer bestimmten Sendung einzuschalten und danach wieder abzuschalten.

  79. Kein schlechtes Gewissen

    Kinder mögen das Fernsehen genauso wie Erwachsene: Um sich zu informieren und zu lernen, um abzuschalten und um sich unterhalten zu lassen. Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Ihr Kind nicht nur "pädagogisch wertvolle" Sendungen guckt. Oder dass es überhaupt fernsieht, anstatt mit anderen Kindern "sinnvoll" zu spielen. Natürlich nur so lange der Inhalt und die Bildschirmzeit altersgerecht sind.

  80. Nicht mit Verbot drohen

    Mediennutzung sollte nicht als Mittel für Belohnung und Strafe eingesetzt werden. Dem Medium wird dabei eine Bedeutung verliehen, die mit dem eigentlichen Grund der Bestrafung (z.B. das Zimmer wurde nicht aufgeräumt) nichts zu tun hat. Das Interesse Smartphone, Fernsehen und Konsole wird durch das Verbot noch gesteigert.

  81. Nicht überfordern

    Zu aufregende Fernsehsendungen und Serien sind für Vorschulkinder ungeeignet. Aber auch bei kindgerechten Formaten können einzelne Szenen den FernsehanfängerInnen zu viel zumuten. Hier ist es wichtig, dass Sie auf die Signale Ihres Kindes reagieren und ihm bei Bedarf mit Erklärungen oder Trost zur Seite zu stehen.

  82. Zeiten kurz halten

    Kinder im Vorschulalter haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und benötigen ausreichend Zeit um das Gesehene zu verarbeiten. Bei Serien und Filmen kommen ihnen deshalb kurze Geschichten entgegen. Eine Lieblingsgeschichte, die aufgezeichnet wurde, kann in kleinen Stücken angeschaut werden – und bei Bedarf auch mehrmals.

  83. Zeiten vereinbaren

    Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern klare Regeln, wann, wie lange und was sie im Fernsehen anschauen dürfen und achten Sie auf die Einhaltung der Vereinbarung. Schon aus diesem Grund gehört ein Fernseher nicht ins Kinderzimmer, denn dann ist Kontrolle kaum noch möglich. Wichtig ist aber in jedem Fall eine Richtlinie, die Sie Ihrem Kind mit auf den Weg geben. Unter fünf Jahren reicht eine halbe Stunde pro Tag, zwischen 6 und 7 Jahren eine Stunde.

  84. Wählen Sie altersgerechte Sendungen und Filme

    Jüngere Kinder sind FernsehanfängerInnen und brauchen altersgerechte Sendungen. Informieren Sie sich über Serien und Filme, die für Drei- bis Sechsjährige geeignet sind. Angebote finden Sie zum Beispiel beim „ZDFchen“. Die Sendung sollte aus kurzen Geschichten mit wenigen Figuren bestehen, die eine einfache Handlung ohne große Spannungsmomente beinhalten. Besonders wichtig ist ein gutes Ende.

  85. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Gesehene

    Achten Sie auf die Signale Ihres Kindes beim Fernsehen und gehen Sie darauf ein. Und seien Sie nicht irritiert, wenn Ihr Kind beim Fernsehen spricht oder im Zimmer umherläuft. Hierdurch verarbeitet es die Fernseherlebnisse. Regen Sie Ihr Kind an, das Gesehene aktiv umzusetzen. Gemeinsam singen, spielen oder malen ist ein guter Weg, die Fernsehinhalte zu verarbeiten.

  86. Schauen sie gemeinsam

    Der Fernseher eignet sich nicht als Babysitter. Schauen Sie, sooft es geht, gemeinsam mit Ihrem Kind fern. Vor allem Vorschul- und Grundschulkinder benötigen unsere Begleitung. Bekannte Formate und Videos, von denen Sie wissen, dass Ihr Kind damit gut zurechtkommt, kann Ihr Kind gelegentlich auch alleine anschauen.

  87. Vorsicht bei Käufen

    Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es Sie fragen muss, bevor es etwas herunterlädt oder sich bei kostenpflichtigen Angeboten anmeldet. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Sie weder Passwörter speichern noch Ihrem Kind Kreditkartennummern zugänglich machen. Viele Websites und Apps speichern Ihre Kreditkartendaten oder andere Zahlungsmethoden automatisch. Achten Sie darauf, dass Sie diese Funktion nach einem Einkauf deaktivieren (meistens unter "Einstellungen / Zahlung"). 

  88. Daten schützen und Risiken kennen

    Machen Sie Ihr Kind mit Sicherheitsregeln vertraut. Dazu gehört, dass es persönliche Daten (z.B. kompletten Namen, Post, und E-Mail-Adresse, Handynummer, aber auch Fotos etc.) über sich, die Familie und FreundInnen nicht online weitergeben darf. Kinder müssen außerdem wissen, dass sie sich niemals allein mit einem "Chatfreund" oder einer "Chatfreundin" treffen dürfen. Ältere Kinder müssen die Risiken kennen, die durch unbekannte Kontakte und unbedachte Informationsweitergabe entstehen können.

  89. E-Mail gemeinsam einrichten

    Mindestens zwei E-Mail-Adressen, bei denen der wirkliche Name nicht erkennbar ist, sind die richtige Ausstattung für Ihr Kind. Eine E-Mail-Adresse sollte Ihr Kind bekannten FreundInnen geben. Die andere Adresse kann zur Anmeldung in Sozialen Netzwerken und bei Apps verwendet werden. Diese sollten Sie regelmäßig gemeinsam mit Ihrem Kind überprüfen.

  90. Schutz aktivieren

    Informieren Sie sich über Möglichkeiten des Jugenschutzes entsprechend der Altersgruppe Ihres Kindes. Verlassen Sie sich nicht allein auf solche technischen Hilfsmittel. Eine Software ist nur in Kombination mit aktiver Medienerziehung sinnvoll und kann nie einen vollständigen Schutz vor nicht-altersgerechten Inhalten bieten. Feste Absprachen sind sinvoll und nachhaltiger, da ältere Kinder und Jugendliche neue Ansprüche haben und größere Bewegungsfreiräume brauchen.

  91. Zeiten vereinbaren

    Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern feste Surfzeiten. Achten Sie darauf, dass diese auch eingehalten werden. Berücksichtigen Sie bei der Festlegung der Zeiten die Nutzung aller Medien wie Smartphone, Konsole und Fernseher. Für Kinder ab zehn Jahren bietet sich ein Wochenkontingent an, das es selbst verwaltet. Als Faustregel gilt: Eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche.
     

  92. Über Probleme sprechen

    Verabreden Sie mit Ihrem Kind, dass es Ihnen die Dinge im Internet zeigt, die ihm unbehaglich sind oder Angst machen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über ungeeignete Seiten im Netz. Melden Sie problematische Seiten, beispielsweise bei jugendschutz.net.

  93. AnsprechpartnerIn bleiben

    Inzwischen weiß Ihr Kind beim Surfen Bescheid: Welche Seiten dürfen besucht werden, welche sind nur für Erwachsene. Stehen Sie weiter als AnsprachpartnerIn zur Verfügung, sollte Ihr Kind über das Gesehene sprechen wollen. Zeigen Sie Interesse und informieren Sie sich über Trends in der Altersgruppe Ihres Kindes.

  94. Austausch mit Eltern

    Erkundigen Sie sich über den Interneteinsatz in der Schule. Sprechen Sie mit anderen Eltern über Ihre "Kinder im Netz" zum Beispiel über Tipps, wie sie schrittweise ihren Kindern Verantwortung übertragen.

  95. Eigene Internetkenntnis vertiefen

    Unterstützen Sie die positive Einstellung Ihres Kindes zum Internet. Surfen Sie selbst, um Ihrem Kind interessante, möglichst werbefreie Seiten zeigen zu können. Lernen Sie Kostenfallen erkennen und informieren Sie sich, wo Daten im Netz bleiben und wie Sie sich und Ihr Kind schützen können.

  96. Vorsicht mit Zahlungen

    Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es Sie fragen muss, bevor es etwas herunterlädt oder an Gewinnspielen teilnimmt. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Sie weder Passwörter speichern noch Ihrem Kind Kreditkartennummern zugänglich machen. Viele Websites speichern ihre Kreditkartendaten oder andere Zahlungsmethoden automatisch. Achten Sie darauf, dass Sie diese Funktion nach einem Einkauf deaktivieren (meistens unter "Einstellungen / Zahlung"). Ein Einkauf per Mausklick ist damit ausgeschlossen.

  97. Persönliche Daten schützen

    Machen Sie Ihr Kind mit den Sicherheitsregeln vertraut. Dazu gehört, dass es persönliche Daten (z.B. kompletten Namen, Post-, und E-Mail-Adresse, Handynummer oder Fotos) über sich, die Familie und FreundInnen nicht online weitergeben darf. Kinder müssen auch wissen, dass sie sich niemals allein mit einem "Cyberfreund" oder einer "Cyberfreundin" treffen dürfen.

  98. Sicheres E-Mail-Konto

    Richten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind zwei E-Mail-Adressen ein, bei denen sein wirklicher Name nicht erkennbar ist. Nutzen Sie dafür die E-Mail-Bereiche auf Kinderseiten, da diese kindgerecht und übersichtlich sind wie z.B. bei Mail4Kids. Eine E-Mail-Adresse sollte das Kind nur FreundInnen geben, die ihm bekannt sind. Die andere Adresse kann zur Anmeldung in Chats und Communitys auf Kinderseiten verwendet werden. Diese sollten Sie mit Ihrem Kind regelmäßig überprüfen und ggf. eine neue Adresse anlegen, falls diese beispielsweise mit Werbemails zugespamt wird.

  99. Surfzeiten einhalten

    Achten Sie darauf, dass verabredete Medienzeiten eingehalten werden. Ihr Kind geht inzwischen verantwortungsvoll mit den verabredeten Zeiteinheiten um? Dann spricht nichts dagegen, dass Ihr Kind sich ein Wochenkontingent selbst einteilt. Bei der Festlegung der Zeiten sollte die Nutzung aller Medien berücksichtigt werden. Zur Orientierung: Von sechs bis neun Jahren nicht mehr als eine Stunde pro Tag. Für Kinder ab zehn Jahren circa eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche.

  100. Aktiv austauschen

    Erkundigen Sie sich über den Interneteinsatz in der Schule. Sprechen Sie mit anderen Eltern über Ihre "Kinder im Netz", über Erfahrungen und Entwicklungen.

  101. Kindgerechte Angebote

    Richten Sie gemeinsam eine eigene Startseite für Ihr Kind ein. Dann hat es gleich beim Öffnen des Browsers seine Lieblingsseiten und wichtige Informationen im Blick und kann das Internet gemeinsam mit Ihnen sicher erkunden. Auf www.meine-startseite.de können Sie und Ihr Kind gemeinsam eine Startseite aus den besten Kinderangeboten im Internet zusammenstellen. Die liebsten altersgerechten Seiten können auch als Tabs gespeichert werden.

  102. Sicheres Surfen

    Ein wichtiger Schutz: Installieren Sie Jugendschutzsoftware und aktivieren Sie Sicherheitseinstellungen. Verlassen Sie sich jedoch nicht allein auf solche technischen Hilfsmittel, da sie nie einen vollständigen Schutz vor nicht-altersgerechten Inhalten bieten. Kinder bis zehn Jahre brauchen besonderen Schutz.

  103. Über Probleme sprechen

    Verabreden Sie mit Ihrem Kind, dass es Ihnen die Dinge im Internet zeigt, die ihm unbehaglich sind oder Angst machen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über ungeeignete Inhalte im Netz. Melden Sie Problematisches wenn möglich, gemeinsam mit Ihrem Kind.

  104. Begleitung und Freiräume

    Begleiten Sie Ihr Kind aktiv beim Surfen und zeigen Sie ihm vorab, welche Seiten besucht werden dürfen und welche nicht; dem Alter und den Interessen des Kindes entsprechend. Ihr Kind ist im Umgang mit dem Internet inzwischen sicherer geworden? Dann kann es – nach Absprache – etwa für ein Mini-Spiel, eine Spotlänge oder mit dem Zeichenprogramm eine Zeit alleine online sein. Bleiben Sie in Rufweite, damit Sie ihrem Kind gegebenenfalls Hilfestellung geben können.

  105. Eigene Internetkenntnis vertiefen

    Unterstützen Sie die positive Einstellung Ihres Kindes zum Internet. Surfen Sie selbst, um Ihrem Kind interessante, möglichst werbefreie Seiten zeigen zu können. Lernen Sie Kostenfallen erkennen und informieren Sie sich, wo Daten im Netz bleiben und wie Sie sich und Ihr Kind schützen können.

  106. Aktiv austauschen

    Erkundigen Sie sich über den Interneteinsatz in Kita und Schule. Sprechen Sie mit anderen Eltern über Ihre "Kinder im Netz". So erhalten Sie Empfehlungen und Tipps aus dem Alltag anderer Familien.

  107. Daten schützen

    Sicherheitsregeln im Internet sind wichtig. Machen Sie Ihr Kind von Anfang an damit vertraut und gehen Sie mit gutem Bespiel voran. Dazu gehört auch, dass persönliche Daten Ihres Kindes (z.B. kompletter Name, Post- und E-Mail-Adresse, Fotos etc.) sowie Daten über die Familie und FreundInnen nicht online weitergegeben werden.

  108. Kindgerechte Angebote

    Richten Sie gemeinsam eine eigene Startseite für Ihr Kind ein. Dann hat es gleich beim Öffnen des Browsers seine Lieblingsseiten und wichtige Informationen im Blick und kann das Internet gemeinsam mit Ihnen sicher erkunden. Auf www.meine-startseite.de können Sie und Ihr Kind gemeinsam eine Startseite aus den besten Kinderangeboten im Internet zusammenstellen. Die liebsten altersgerechten Seiten können auch als Tabs gespeichert werden.

  109. Sichere Räume schaffen

    Auch wenn die Jüngsten im Netz noch nicht alleine surfen: Sichern Sie Ihren Computer in jedem Falle auch in technischer Hinsicht ab. Dazu eignen sich Einstellungen des Betriebssystems sowie Jugendschutzsoftware.

  110. Surfzeiten eingrenzen

    Vereinbaren Sie mit Ihren Kindern feste Surfzeiten. Achten Sie darauf, dass diese eingehalten werden. Berücksichtigen Sie bei der Festlegung der Zeiten die Nutzung von aller Medien: Smartphone, Konsole, Computer und Fernseher. Als Faustregel gilt: Kinder bis fünf Jahre nicht länger als eine halbe Stunde am Bildschirm, Sechs- bis Siebenjährige nicht länger als eine Stunde.

  111. Gemeinsam Surfen

    Kinder, die noch nicht richtig lesen und schreiben können, sollten nicht allein ins Internet gehen, da sie die für Kinder ungeeigneten Inhalte nicht einordnen können und somit die Gefahren und damit verbundenen Konsequenzen nicht verstehen. Erklären Sie ihrem Kind was es im Internet alles entdecken kann (z.B. Spiele-, Video- oder Wissensseiten für Kleinkinder) und zeigen Sie ihm genau welche Seiten besucht werden dürfen und welche nicht.

  112. Dem Kind Zeit lassen

    Ihr Kind zeigt noch kein Interesse an Medien? Sie möchten Ihrem Kind das Internet noch nicht zeigen? Kein Problem! Ihr Kind verpasst nichts. Auch im Grundschulalter ist es noch früh genug, Ihr Kind an das Medium Internet heranzuführen.