Studien zur Mediennutzung

Wir stellen Ihnen ausgewählte Studien vor, die sich mit der Mediennutzung und dem Alltag von Kindern und Jugendlichen beschäftigen.

Ein Kind schaut Fernsehen
mojzagrebinfo/Pixabay

KIM-Studie

2020

Die KIM-Studie 2020 dokumentiert die Mediennutzung sechs- bis 13-jähriger Kinder in der Sondersituation der Pandemie. Dafür wurden rund 1.200 Kinder und deren HaupterzieherInnen vom 31. August bis zum 14. Oktober 2020 zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Zum Zeitpunkt der Befragung waren die Kinder zum Großteil im Präsenzunterricht, drei Viertel der Schüler*innen hatten aber bereits Erfahrungen mit Homeschooling gemacht.

Laut der Studie ist Fernsehen weiterhin die häufigste mediale Freizeitbeschäftigung von Kindern. Zudem spielen Streaming-Dienste eine immer wichtigere Rolle. Deren Verfügbarkeit ist deutlich angestiegen – 44 % der Haushalte mit Kindern haben ein entsprechendes Abo. Die erstmals erhobene Nutzungsdauer zeigt mit durchschnittlich 24 Minuten am Tag, dass Netflix & Co. dabei einen wichtigen Platz im Alltag von Kindern einnehmen. Zudem offenbart die Studie, dass 71 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen das Internet nutzen. Bei den Sechs- bis Siebenjährigen ist es nur ein Drittel, während es bei den Zwölf- bis 13-Jährigen mit 97 Prozent nahezu alle sind. Im Internet werden WhatsApp, Suchmaschinen, Filme/Videos und YouTube am häufigsten genutzt. Die beliebteste Internetseite bei Kindern ist YouTube, gefolgt von Google. Trotz der besonderen Situation im Jahr 2020 hat sich zumindest während des Befragungszeitraumes im Herbst 2020 keine relevante Änderung der täglichen Internetnutzungszeit ergeben und liegt bei den Sechs- bis 13-Jährigen durchschnittlich bei 46 Minuten.

Cyberlife-Studie

2020

Die „Cyberlife III“-Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing ergibt, dass Kinder und Jugendliche immer häufiger Cybermobbing ausgesetzt sind. Mittlerweile sind 17,3 Prozent der SchülerInnen in Deutschland betroffen, 4,6 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017. Mit zunehmendem Alter steigt auch der Anteil der Opfer: Während in der Grundschulte rund jedes zehnte Kind Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht hat, sind es bei SchülerInnen über 18 Jahren 56 Prozent. Jugendliche, die mit ihrer sozialen Situation unzufrieden sind, gelten als besonders bedroht, sie sind um 20 Prozentpunkte mehr von Cybermobbing betroffen als zufriedene Jugendliche. Rund ein Viertel der Cybermobbingopfer gaben in der Studie an, unter Suizidgedanken zu leiden. In Instant-Messaging Diensten wie zum Beispiel WhatsApp (88%) oder auf Sozialen Netzwerken wie Facebook (78%) geschieht Mobbing im Netz am häufigsten. 

Mit der Umstellung des Schulbetriebs auf Fernunterricht und den Kontaktbeschränkungen verschärft sich die Situation von Mobbing im Netz. Denn Kinder und Jugendliche müssen zurzeit das Internet viel intensiver nutzen. Als Grund für den Anstieg der Zahlen wird in der „Cyberlife III“-Studie die Verlagerung des sozialen Leben in den digitalen Bereich genannt.

DAK-Studie

2020

In der Studie der DAK „Mediensucht 2020“ wurde das Medienverhalten sowie die Medienerziehung innerhalb des ersten coronabedingten Lockdowns erforscht. Die Untersuchung stellt eine Folgebefragung da, in der die Ergebnisse mit denen aus dem Jahr 2019 über Game- und Social-Media-Konsum verglichen werden.

In der Coronazeit ist die durchschnittliche Nutzungsdauer von Sozialen Medien bei Jugendlichen unter der Woche um mehr als eine Stunde auf fast dreieinhalb Stunden pro Tag gestiegen. Am Wochenende beträgt sie sogar durchschnittlich vier Stunden am Tag. Als Motivation, Soziale Netzwerke zu benutzen, gaben 89 Prozent der Kinder an, soziale Kontakte aufrechterhalten zu wollen, 86 Prozent versuchen, ihre Langeweile damit zu bekämpfen. Emotionsbewältigung ist ebenfalls ein wichtiges Motiv: 38 Prozent möchten durch die Mediennutzung ihre Sorgen vergessen, 36 Prozent der Realität entfliehen. Für 37 Prozent der Jugendlichen stellen Soziale Medien auch eine Informationsquelle zu den neuesten Nachrichten bezüglich Corona dar. Laut der Studie deckt sich die Nutzungsintensität der Eltern demnach mit den Angaben der Kinder und Jugendlichen.

Signifikant ist laut der Studie der DAK der Unterschied in der Game-Nutzung zwischen den Geschlechtern. So verbrachten Jungen im Durchschnitt eine Stunde mehr Zeit mit digitalen Spielen als Mädchen. Die Wahrnehmung und Durchsetzung von Medienregeln lassen während des Lockdowns keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr erkennen.  

RTL-Studie

2019

Eine RTL-Studie zum Thema Mediennutzung zeigt, dass Acht- bis 13-Jährige durchschnittlich acht Stunden Freizeit am Tag haben und diese vielseitig nutzen. Damit widerlegt sie das Klischee von Kindern, die den ganzen Tag vorm Bildschirm verbringen. Die Mediennutzung spielt in der Alltagsgestaltung der Befragten eine wesentliche Rolle, jedoch keine ausschließliche. Fernsehen (93%), Lesen (75%) und Hören (71%) sind laut Studie die Top 3 der medialen Nutzung. Durchschnittlich werden täglich 66 Minuten Fernsehen geschaut, 35 Minuten gelesen und 34 Minuten Hörmedien konsumiert. Etwas kürzer, nämlich 31 Minuten, wird das Smartphone genutzt.

Bitkom-Studie

2019

Die aktuelle Bitkom-Studie zeigt: Jugendliche verwenden ihre Smartphones weniger zum Telefonieren und immer mehr zum Konsumieren von Medien. 88 Prozent der Zehn- bis 18-Jährigen streamen Musik, 87 Prozent schauen Videos auf dem Smartphone. Ein weiteres Thema der Studie ist frühe Mediennutzung. 40 Prozent der sechs- bis siebenjährigen Befragten nutzen zumindest gelegentlich das Internet. Bei ab Zwölfjährigen sind es 97 Prozent. Altersübergreifend werden auf Smartphones am liebsten Videos geschaut.

Kinder Medien Studie

2018

Eine der zentralen Ergebnisse der Kinder Medien Studie ist, dass es kein „entweder oder“, sondern eher ein „sowohl als auch“ gibt. Kinder in Deutschland wachsen in die Dualität von analogen und digitalen Medien- und Freizeitaktivitäten hinein und sind smart genug, beide Welten exzellent zu managen.

Freizeitaktivitäten wie „mit Freunden zusammen sein“ (89%) oder „im Freien spielen“ (81%) bekommen über alle Altersklassen hinweg eine sehr große Bedeutung zugeschrieben. Gleichzeitig wird das digitale Spielerlebnis auf Tablet, Smartphone oder Computer (mehrmals pro Woche) mit zunehmendem Alter immer relevanter (71 Prozent der 13-Jährigen gegenüber sieben Prozent bei den Vierjährigen).

  • Kinder nutzen verschiedene Kommunikationswege: vom Telefonat über die SMS bis hin zum klassischen Brief.
  • Plüschtier, Puzzle, Fahrrad oder Smartphone – Kinder haben viele Wünsche. Dabei ist es Vier- bis 13-Jährigen vor allem wichtig, digital ausgestattet zu sein: Ein Handy oder Smartphone ist Wunschobjekt Nr. 1.
  • Kritisch-differenzierte Begeisterung – Kinder haben ein klares Bild vom Internet: „Das coolste Medium, das es gibt“, aber auch „schlecht für den Menschen“.

2017

Ausgehend von der Frage „Young Digital Natives – wie digital sind sie wirklich?“ wurde die Mediennutzung von über 1500 Kindern zwischen vier und 13 Jahren untersucht. Die Studie, die von sechs Verlagen initiiert wurde, zeigt, dass digitale Inhalte für Kinder wichtig sind, Print aber immer noch eine große Rolle spielt. 72 Prozent der Befragten lesen mehrmals die Woche Abgedrucktes. Außerdem bevorzugen Kinder es nach wie vor mit Freunden und Familie offline Zeit zu verbringen. 

JIM-Studien

2020

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spiegeln sich in der Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen wieder. Ein Grund für Zunahme von Mediennutzung ist laut JIM-Studie, dass der persönliche Kontakt zu FreundInnen und MitschülerInnen stark eingeschränkt ist.

Die Ausstattung mit Mediengeräten hat in dieser Zeit einen großen Zuwachs erfahren. 72 Prozent der Heranwachsenden besitzen eigene Computer oder Laptops, 38 Prozent ein eigenes Tablet.

Die tägliche Internetnutzungsdauer ist im Vergleich zu 2019 von 205 auf durchschnittlich 258 Minuten angestiegen. Unterhaltende Inhalte zählen zu der liebsten Beschäftigung. Das regelmäßige Streamen von Serien, Sendungen und Filmen ist von 74 Prozent im Jahr 2019 auf 87 Prozent 2020 gestiegen. Zu den beliebtesten Streaming-Plattformen zählen YouTube und Netflix. Die durchschnittliche Nutzungszeit von digitalen Spielen hat um 40 Minuten zugenommen und beträgt 141 Minuten täglich. Auch auf Sozialen Netzwerken wird 2020 mehr Zeit verbracht. Besonders die Plattform TikTok hat einen Boom erfahren. Die regelmäßige Nutzung der App ist um 19 Prozentpunkte gestiegen.

2019

Jugendliche wachsen mit einem breiten Repertoire an Medienangeboten auf: Smartphone, Computer und WLAN sind in praktisch allen Familien vorhanden, einen Fernseher gibt es bei 96 Prozent. Zwei von drei Familien besitzen einen Smart-TV.

Laut JIM-Studie 2019 sind 89 Prozent der Jugendlichen täglich online, pro Tag für durchschnittlich 205 Minuten. Ein Drittel der Mediennutzung fällt dabei auf die Online-Kommunikation. 93 Prozent der Befragten tauschen sich mehrmals pro Woche über WhatsApp aus. Auf dem zweiten Platz der Nutzung landen unterhaltende Inhalte: Hier nennen die Befragten am häufigsten die Video-Plattform YouTube, die vor allem zum Ansehen von Musikvideos genutzt wird. Die Informationssuche via YouTube hat sich im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte auf ein Drittel reduziert.

Die Befragten nutzen am liebsten Musik-Streaming-Dienste wie Spotify (66%), um Musik zu hören – zum Nachteil von Radiosendern (50%) und YouTube (52%).

Im Rahmen der JIM-Studie 2019 wurden Jugendliche zu Hass im Internet befragt. Zwei Drittel der Jugendlichen gaben an, im Monat vor der Befragung mit Hass im Internet, Fake News und extremen politischen Ansichten in Berührung gekommen zu sein.

2018

Fast alle befragten Jugendlichen (97%) besitzen laut JIM-Studie 2018 ein Smartphone, das bereits einen großen Teil der Mediennutzung abdeckt. 71 Prozent besitzen einen Computer oder einen Laptop. In praktisch allen Familien sind im Jahr 2018 Smartphones, Computer/Laptop und Internetzugang vorhanden. In drei von fünf Familien haben Jugendliche Zugang zu einem Smart-TV.

Netflix wird inzwischen von fast der Hälfte (47%) der Zwölf- bis 19-Jährigen genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil regelmäßiger jugendlicher NutzerInnen verdoppelt. Jede/r fünfte Jugendliche nutzt Amazon Prime (22 %). Auch Spotify wird von Jugendlichen verstärkt dem linearen Radio vorgezogen. 90 Prozent der Befragten nutzen mehrmals die Woche die Video-Plattform YouTube.

Unter den Nachrichtenangeboten genießen „Tagesschau“ beziehungsweise „Tagesthemen“ der ARD sie das höchste Vertrauen (84%), gefolgt von regionalen Print-Tageszeitungen (77%) und öffentlich-rechtlichen Radiosendern (75%). Als Informationsmedium nutzen die Jugendlichen das Internet in erster Linie für Suchanfragen bei Google oder anderen Suchmaschinen (85%). Aber auch YouTube ist eine relevante Größe und wird von etwa zwei Drittel regelmäßig verwendet, um sich über ein Thema zu informieren.

2017

Im Rahmen der JIM-Studie (Jugend, Information und Multimedia) werden seit 1998 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren zu ihrer Mediennutzung befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass mittlerweile eine Sättigung hinsichtlich des Besitzes von Mediengeräten erreicht ist. Nahezu 100 Prozent der Befragten besitzen oder verfügen über ein Smartphone, einen Computer, ein Fernsehgerät und einen Zugang ins Internet. Die Zeit, welche Jugendliche online verbringen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesteigert und beträgt jetzt wochentags einen Durchschnittswert von 221 Minuten online. Des Weiteren belegt die Studie die wachsende Beliebtheit von Streaming-Diensten. Die Nutzung von Netflix, Amazon Prime und Co. ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent gestiegen.

2016

Die Ergebnisse der JIM-Studie belegen, dass Jugendliche in ihrer Freizeit unterschiedlichste Medienangebote und Kanäle nutzen – und dies dank Smartphone zunehmend zeitlich und räumlich flexibel. Sie sehen Serien im Fernsehen oder bei Netflix, nutzen WhatsApp, Instagram und Snapchat zur Kommunikation im Freundeskreis, hören Musik im Radio und über Streaming-Dienste und informieren sich über Google und YouTube. In ihrem Alltag in der Schule erleben Zwölf- bis 19 Jährige jedoch aktuell noch eine andere Medienrealität. Trotz aller durchaus berechtigten Vorbehalte, schülereigene Handys im Unterricht einzusetzen, haben moderne Smartphones das Potential, auch produktiv, kreativ und zielgerichtet eingesetzt zu werden. Hier gilt es, Hilfestellung zu geben, Chancen aufzuzeigen und pädagogisch sinnvolle Konzepte zur Praxisanwendung zu entwickeln.

2015

Fast alle Jugendliche haben ein Smartphone und sind im Schnitt über drei Stunden damit online, am liebsten nutzen sie YouTube. Dennoch sind für die Mehrzahl der Befragten regelmäßige Treffen mit FreundInnen sehr wichtig (78%). Auch non-mediale (sportliche) Aktivitäten werden von 7 aus 10 Befragten in ihrer Freizeit betrieben.

2014

Hinsichtlich der regelmäßigen Nutzung liegt das Fernsehen neben Internet und Handy/Smartphone wie im Vorjahr auf dem dritten Rang und ist fest verankert im jugendlichen Alltag. 83 Prozent der Zwölf- bis 19 Jährigen nutzen mehrmals pro Woche (lineares) Fernsehen. Dabei sehen die Jugendlichen nach Selbsteinschätzung unter der Woche ca. 100 Minuten fern. Hinsichtlich der Nutzungswege des Fernsehens etablieren sich mobile Endgeräte zwar immer mehr, sind aber noch keine echte Alternative. Bezogen auf die letzten 14 Tage vor dem Zeitpunkt der Befragung nutzten 98 Prozent das klassische stationäre Fernsehgerät, 19 Prozent sahen via Internet fern, elf Prozent nutzten dafür das Handy bzw. Smartphone, fünf Prozent einen Tablet-PC.

2013

Der Zugang zum Internet findet bei Jugendlichen insgesamt immer öfter auch über Smartphone oder Handy statt. 73 Prozent der InternetnutzerInnen haben in den 14 Tagen vor der Befragung das Internet über ihr Smartphone genutzt. Im Vergleich zur Erhebung im Vorjahr zeigt sich dabei eine deutliche Steigerung (2012: 49%). Somit ist die Internetnutzung über Handy ähnlich relevant wie der Zugang über Computer oder Laptop (87%).

KIM-Studie

2018

Die Themeninteressen von Kindern von sechs bis 13 Jahren beziehen sich vor allem auf Freunde/Freundschaft (63% sehr interessiert, 30% interessiert), auf Sport (39% sehr interessiert, 30% interessiert) und das Handy/Smartphone (39% sehr interessiert, 30% interessiert). Der klassische Computer verliert an Bedeutung, Alternativen wie Tablet, Smart-TV und Smartphone werden immer populärer. Als häufige Freizeitaktivitäten (mindestens einmal die Woche) gelten Fernsehen (94%), FreundInnen treffen (93%), Hausaufgaben machen und lernen (91%), drinnen (91%) bzw. draußen (69%) spielen. Digitale Spiele und Handy- bzw. Smartphone-Nutzung werden je von 60 Prozent genannt.

2016

Die KIM-Studie (Kinder + Medien, Computer + Internet) zeigt, dass im Grundschulalter das Fernsehen noch immer das wichtigste Medium ist. Computer, Internet und Smartphone gewinnen weiterhin erst ab ca. zehn Jahren an Relevanz für den Alltag. An einem durchschnittlichen Tag sehen die Sechs- bis 13-Jährigen 88 Minuten fern, nutzen 39 Minuten das Internet, spielen 32 Minuten an PC/Konsole oder online, hören 28 Minuten Radio, lesen 22 Minuten in Büchern, spielen 19 Minuten am Handy oder Smartphone und sieben Minuten am Tablet.

2014

Insgesamt 63 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen nutzen mindestens selten das Internet. Gestiegen ist die Häufigkeit der Nutzung: Von den Internetnutzern surfen 40 Prozent jeden oder fast jeden Tag 44 Prozent sind ein- oder mehrmals pro Woche online und 16 Prozent zählen eher zu den sporadischen Nutzern (weniger als einmal pro Woche). Während Mädchen und Jungen bei der täglichen Nutzung so gut wie keine Unterschiede aufweisen, sind die Jüngeren zu einem deutlich geringeren Anteil vertreten (6-7 Jahre: 15%, 8-9 Jahre: 18%, 10-11 Jahre: 38%, 12-13 Jahre: 60%).

2012

Insgesamt 62 Prozent der Sechs- bis 13 Jährigen nutzen zumindest selten das Internet. Schon bei den Kindern im Alter von sechs und sieben Jahren hat ein Fünftel Erfahrungen mit dem Internet gesammelt. Der Anteil an InternetnutzerInnen steigt mit dem Älterwerden der Kinder deutlich an, sodass mit 93 Prozent bei den Zwölf- bis 13 Jährigen schon fast alle zu den InternetnutzerInnen zählen. Nach Angaben der Eltern haben die Kinder mit durchschnittlich acht Jahren zum ersten Mal das Internet genutzt.

ARD/ZDF-Onlinestudie

2019

90 Prozent der Bevölkerung nutzen das Internet 2019 laut Studie zumindest gelegentlich. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Tagesreichweite des Internets, unter den 14- bis 20-Jährigen liegt sie bei 98 Prozent. Mediatheken werden von mehr als einem Drittel der Bevölkerung mindestens einmal pro Monat genutzt. Bei Video-on-Demand-Angeboten und Audiostreaming liegen die 14- bis 29-Jährigen laut Befragung vorne. Weiteres Ergebnis der Studie: Jeder dritte Deutsche hat schon mal einen Sprachassistenten verwendet. 29 Prozent der Bevölkerung nutzt sie über das Smartphone, 10 Prozent über einen smarten Lautsprecher. Siri auf dem iPhone und Alexa auf dem Amazon Echo sind am weitesten verbreitet.

2018

Im Vergleich zum vorherigen Jahr sind noch einmal knapp eine Million InternetnutzerInnen hinzugekommen. Auch die Nutzungszeit nimmt weiter zu. Der größte Zuwachs entfällt dabei auf das Sehen, Hören und Lesen von Inhalten sowie auf die Kommunikation im Netz. Deutlich ist die Zahl der Menschen gestiegen, die das Internet täglich nutzen (77%) und auch die Nutzungszeitenzeiten haben sich verlängert (196 Minuten – 3:16 Stunden).

2017

Im Jahr 2017 sind 62,4 Millionen der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren InternetnutzerInnen. Das entspricht einem Anteil von 89,8 Prozent. Es ist nicht überraschend, dass auch die tägliche Internetnutzung, die über die differenzierten Einzelabfragen berechnet wird, deutlich gestiegen ist: auf 72,2 Prozent der ab 14-Jährigen, 50,2 Millionen Personen.

2016

84 Prozent der Deutschen sind online. Die Nutzung über mobile
Geräte als auch die Nutzung unterwegs hat 2016 deutlich zugenommen. Angestiegen ist auch die Anzahl der NutzerInnen von Video-, und Fernsehinhalten
sowie von Audioangeboten. Nachdem die Internetverbreitung insgesamt in den
vergangenen Jahren nur noch leicht zugenommen hat, erfährt sie 2016 wieder
einen deutlichen Zuwachs.

2015

Die Deutschen nutzen das Internet intensiver. Außerdem steigt die Anzahl der täglichen InternetnutzerInnen (63%) und derjenigen, die unterwegs ins Netz gehen (55%). Auch die Anzahl der NutzerInnen von Video- und Fernseh- sowie Audio-Inhalten steigt an.

2014

55,6 Millionen Deutsche ab 14 Jahre (79,1 Prozent) und damit 1,4 Millionen mehr als 2013 sind online. Jede/r zweite Nutzer/in greift inzwischen auch unterwegs auf Netzinhalte zu. Treiber der mobilen Nutzung sind mobile Endgeräte und die steigende Nachfrage nach Fernsehinhalten im Netz.

2013

Internet NutzerInnen in Deutschland verbringen im Schnitt 169 Minuten täglich im Internet. Smartphone, Tablet und Co. treiben die Online-Nutzung unterwegs weiter an: Sie hat sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Die wöchentliche Bewegtbildnutzung steigt binnen eines Jahres auf 43 Prozent - 23 Mio. NutzerInnen greifen regelmäßig auf Bewegtbildinhalte im Netz zu.

Bitkom Umfrage zu Gaming und Smartphone

2017

Die neue Bitkom-Umfrage zeigt: Kinder und Jugendliche in Deutschland sind immer früher, immer länger und immer mobiler im Netz unterwegs. Rund 89 Prozent der Zehn- bis 18-Jährigen spielen fast 2 Stunden täglich Computer- und Videospiele. Auch die Smartphonenutzung der Jüngeren nimmt zu.

Die meisten „Vielspieler“ finden sich vor allem unter den 16- bis 18-Jährigen, ein Fünftel (21%) in dieser Altersgruppe spielt pro Tag im Schnitt drei Stunden oder länger. Bei den Zehn- bis Elfjährigen sind es lediglich drei Prozent.

Bitkom-Studienbericht

2015

Die Bitkom-Studie "Jung und vernetzt – Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft" befragte 962 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren zu ihrem Medienkonsum.

  • In der Altersgruppe von zehn bis elf Jahren sind mit einem Anteil von 94 Prozent nahezu alle Kinder online und verbringen im Schnitt 22 Minuten pro Tag im Internet. Bei Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren sind es schon 115 Minuten.
  • Im Alter von zwölf bis 13 Jahren gehören Smartphones mit einer Verbreitung von 84 Prozent zur Standardausstattung.
  • Für ältere Jugendliche ist das Smartphone das wichtigste Zugangsgerät zum Internet: 89 Prozent der 16- bis 18-Jährigen gehen damit online. Auf Platz zwei liegen Notebooks mit 69 Prozent, gefolgt von stationären Computern mit 52 Prozent und Tablet Computern mit 26 Prozent.

Weitere Studien

Für die repräsentative Untersuchung hat das Forsa-Institut 2015 1.000 Mütter und Väter umfassend zum Internet- und Computergebrauch ihrer Zwölf- bis 17-Jährigen Kinder befragt.

Hier kommen Sie zur Präsentation der Studie.

Das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) hat für die Studie "Kinder in der digitalen Welt" Eltern und Erziehende von Kindern zwischen drei und acht Jahren sowie diese selbst zu Nutzung von, Verhalten im und Einstellungen zum Internet befragt.

Die Studienergebnisse gibt es hier.

Das DJI-Projekt „Digitale Medien: Beratungs-, Handlungs- und Regulierungsbedarf aus Elternperspektive“ (2013 bis 2015) untersucht die Perspektiven von Müttern und Vätern auf die Internetnutzung ihres Kindes, ihre Einstellung zur Interneterziehung und zum Kinder- und Jugendmedienschutz. Des Weiteren wird der Informationsbedarf der Eltern zur Medien- bzw. Interneterziehung erfasst. In die Studie einbezogen sind Eltern von ein- bis 15-jährigen Kindern und Jugendlichen.

Hier finden Sie die Studienergebnisse.

Bei der repräsentativen Forsa-Umfrage "Sicherheit im Internet" wurden im März und April 2015 1.007 Eltern mit Kindern zwischen 6 und 14 Jahren befragt, die das das Internet nutzen.

Ergebnisse der Studie im Auftrag von CosmosDirekt gibt es hier.