Studien zur Mediennutzung

Wir stellen Ihnen ausgewählte Studien vor, die sich mit der Mediennutzung und dem Alltag von Kindern und Jugendlichen beschäftigen.

Ein Kind schaut Fernsehen
mojzagrebinfo/Pixabay

Kinder Medien Studie

2018

Eine der zentralen Ergebnisse der Kinder Medien Studie ist, dass es kein „entweder oder“, sondern eher ein „sowohl als auch“ gibt. Kinder in Deutschland wachsen in die Dualität von analogen und digitalen Medien- und Freizeitaktivitäten hinein und sind smart genug, beide Welten exzellent zu managen.

Freizeitaktivitäten wie „mit Freunden zusammen sein“ (89 Prozent) oder „im Freien spielen“ (81 Prozent) bekommen über alle Altersklassen hinweg eine sehr große Bedeutung zugeschrieben. Gleichzeitig wird das digitale Spielerlebnis auf Tablet, Smartphone oder Computer (mehrmals pro Woche) mit zunehmendem Alter immer relevanter (71 Prozent der 13-Jährigen gegenüber sieben Prozent bei den Vierjährigen).

  • Kinder nutzen verschiedene Kommunikationswege: vom Telefonat über die SMS bis hin zum klassischen Brief.
  • Plüschtier, Puzzle, Fahrrad oder Smartphone – Kinder haben viele Wünsche. Dabei ist es Vier- bis 13-Jährigen vor allem wichtig, digital ausgestattet zu sein: Ein Handy oder Smartphone ist Wunschobjekt Nr. 1.
  • Kritisch-differenzierte Begeisterung – Kinder haben ein klares Bild vom Internet: „Das coolste Medium, das es gibt“, aber auch „schlecht für den Menschen“.

2017

Ausgehend von der Frage „Young Digital Natives – wie digital sind sie wirklich?“ wurde die Mediennutzung von über 1500 Kindern zwischen vier und 13 Jahren untersucht. Die Studie, die von sechs Verlagen initiiert wurde, zeigt, dass digitale Inhalte für Kinder wichtig sind, Print aber immer noch eine große Rolle spielt. 72 Prozent der Befragten lesen mehrmals die Woche Abgedrucktes. Außerdem bevorzugen Kinder es nach wie vor mit Freunden und Familie offline Zeit zu verbringen. 

JIM-Studie

2017

Im Rahmen der JIM-Studie (Jugend, Information und Multimedia) werden seit 1998 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren zu ihrer Mediennutzung befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass mittlerweile eine Sättigung hinsichtlich des Besitzes von Mediengeräten erreicht ist. Nahezu 100 Prozent der Befragten besitzen oder verfügen über ein Smartphone, einen Computer, ein Fernsehgerät und einen Zugang ins Internet. Die Zeit, welche Jugendliche online verbringen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesteigert und beträgt jetzt wochentags einen Durchschnittswert von 221 Minuten online. Des Weiteren belegt die Studie die wachsende Beliebtheit von Streaming-Diensten. Die Nutzung von Netflix, Amazon Prime und Co. ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent gestiegen.

2016

Die Ergebnisse der JIM-Studie belegen, dass Jugendliche in ihrer Freizeit unterschiedlichste Medienangebote und Kanäle nutzen – und dies dank Smartphone zunehmend zeitlich und räumlich flexibel. Sie sehen Serien im Fernsehen oder bei Netflix, nutzen WhatsApp, Instagram und Snapchat zur Kommunikation im Freundeskreis, hören Musik im Radio und über Streaming-Dienste und informieren sich über Google und YouTube. In ihrem Alltag in der Schule erleben Zwölf- bis 19 Jährige jedoch aktuell noch eine andere Medienrealität. Trotz aller durchaus berechtigten Vorbehalte, schülereigene Handys im Unterricht einzusetzen, haben moderne Smartphones das Potential, auch produktiv, kreativ und zielgerichtet eingesetzt zu werden. Hier gilt es, Hilfestellung zu geben, Chancen aufzuzeigen und pädagogisch sinnvolle Konzepte zur Praxisanwendung zu entwickeln.

2015

Fast alle Jugendliche haben ein Smartphone und sind im Schnitt über drei Stunden damit online, am liebsten nutzen sie YouTube. Dennoch sind für die Mehrzahl der Befragten regelmäßige Treffen mit FreundInnen sehr wichtig (78 Prozent). Auch non-mediale (sportliche) Aktivitäten werden von 7 aus 10 Befragten in ihrer Freizeit betrieben.

2014

Hinsichtlich der regelmäßigen Nutzung liegt das Fernsehen neben Internet und Handy/Smartphone wie im Vorjahr auf dem dritten Rang und ist fest verankert im jugendlichen Alltag. 83 Prozent der Zwölf- bis 19 Jährigen nutzen mehrmals pro Woche (lineares) Fernsehen. Dabei sehen die Jugendlichen nach Selbsteinschätzung unter der Woche ca. 100 Minuten fern. Hinsichtlich der Nutzungswege des Fernsehens etablieren sich mobile Endgeräte zwar immer mehr, sind aber noch keine echte Alternative. Bezogen auf die letzten 14 Tage vor dem Zeitpunkt der Befragung nutzten 98 Prozent das klassische stationäre Fernsehgerät, 19 Prozent sahen via Internet fern, elf Prozent nutzten dafür das Handy bzw. Smartphone, fünf Prozent einen Tablet-PC.

2013

Der Zugang zum Internet findet bei Jugendlichen insgesamt immer öfter auch über Smartphone oder Handy statt. 73 Prozent der Internetnutzer haben in den 14 Tagen vor der Befragung das Internet über ihr Smartphone genutzt. Im Vergleich zur Erhebung im Vorjahr zeigt sich dabei eine deutliche Steigerung (2012: 49 Prozent). Somit ist die Internetnutzung über Handy ähnlich relevant wie der Zugang über Computer oder Laptop (87 Prozent).

KIM-Studie

2016

Die KIM-Studie (Kinder + Medien, Computer + Internet) zeigt, dass im Grundschulalter das Fernsehen noch immer das wichtigste Medium ist. Computer, Internet und Smartphone gewinnen weiterhin erst ab ca. zehn Jahren an Relevanz für den Alltag. An einem durchschnittlichen Tag sehen die Sechs- bis 13-Jährigen 88 Minuten fern, nutzen 39 Minuten das Internet, spielen 32 Minuten an PC/Konsole oder online, hören 28 Minuten Radio, lesen 22 Minuten in Büchern, spielen 19 Minuten am Handy oder Smartphone und sieben Minuten am Tablet.

2014

Insgesamt 63 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen nutzen mindestens selten das Internet. Gestiegen ist die Häufigkeit der Nutzung: Von den Internetnutzern surfen 40 Prozent jeden oder fast jeden Tag 44 Prozent sind ein- oder mehrmals pro Woche online und 16 Prozent zählen eher zu den sporadischen Nutzern (weniger als einmal pro Woche). Während Mädchen und Jungen bei der täglichen Nutzung so gut wie keine Unterschiede aufweisen, sind die Jüngeren zu einem deutlich geringeren Anteil vertreten (6-7 Jahre: 15 Prozent, 8-9 Jahre: 18 Prozent, 10-11 Jahre: 38 Prozent, 12-13 Jahre: 60 Prozent).

2012

Insgesamt 62 Prozent der Sechs- bis 13 Jährigen nutzen zumindest selten das Internet. Schon bei den Kindern im Alter von sechs und sieben Jahren hat ein Fünftel Erfahrungen mit dem Internet gesammelt. Der Anteil an InternetnutzerInnen steigt mit dem Älterwerden der Kinder deutlich an, sodass mit 93 Prozent bei den Zwölf- bis 13 Jährigen schon fast alle zu den InternetnutzerInnen zählen. Nach Angaben der Eltern haben die Kinder mit durchschnittlich acht Jahren zum ersten Mal das Internet genutzt.

ARD/ZDF-Onlinestudie

2018

Im Vergleich zum vorherigen Jahr sind noch einmal knapp eine Million Internetnutzer hinzugekommen. Auch die Nutzungszeit nimmt weiter zu. Der größte Zuwachs entfällt dabei auf das Sehen, Hören und Lesen von Inhalten sowie auf die Kommunikation im Netz. Deutlich ist die Zahl der Menschen gestiegen, die das Internet täglich nutzen (77 Prozent) und auch die Nutzungszeitenzeiten haben sich verlängert (196 Minuten - 3:16 Stunden).

2017

Im Jahr 2017 sind 62,4 Millionen der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren InternetnutzerInnen. Das entspricht einem Anteil von 89,8 Prozent. Es ist nicht überraschend, dass auch die tägliche Internetnutzung, die über die differenzierten Einzelabfragen berechnet wird, deutlich gestiegen ist: auf 72,2 Prozent der ab 14-Jährigen, 50,2 Millionen Personen.

2016

84 Prozent der Deutschen sind online. Die Nutzung über mobile
Geräte als auch die Nutzung unterwegs hat 2016 deutlich zugenommen. Angestiegen ist auch die Anzahl der Nutzer von Video-, und Fernsehinhalten
sowie von Audioangeboten. Nachdem die Internetverbreitung insgesamt in den
vergangenen Jahren nur noch leicht zugenommen hat, erfährt sie 2016 wieder
einen deutlichen Zuwachs.

2015

Die Deutschen nutzen das Internet intensiver. Außerdem steigt die Anzahl der täglichen Internetnutzer (63 Prozent) und derjenigen, die unterwegs ins Netz gehen (55 Prozent). Auch die Anzahl der Nutzer von Video- und Fernseh- sowie Audio-Inhalten steigt an.

2014

55,6 Millionen Deutsche ab 14 Jahre (79,1 Prozent) und damit 1,4 Millionen mehr als 2013 sind online. Jede/r zweite Nutzer/in greift inzwischen auch unterwegs auf Netzinhalte zu. Treiber der mobilen Nutzung sind mobile Endgeräte und die steigende Nachfrage nach Fernsehinhalten im Netz.

2013

Internet NutzerInnen in Deutschland verbringen im Schnitt 169 Minuten täglich im Internet. Smartphone, Tablet und Co. treiben die Online-Nutzung unterwegs weiter an: Sie hat sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Die wöchentliche Bewegtbildnutzung steigt binnen eines Jahres auf 43 Prozent - 23 Mio. Nutzer greifen regelmäßig auf Bewegtbildinhalte im Netz zu.

Bitkom Umfrage zu Gaming und Smartphone

2017

Die neue Bitkom-Umfrage zeigt: Kinder und Jugendliche in Deutschland sind immer früher, immer länger und immer mobiler im Netz unterwegs. Rund 89% der 10- bis 18-Jährigen spielen fast 2 Stunden täglich Computer- und Videospiele. Auch die Smartphonenutzung der Jüngeren nimmt zu.

Die meisten „Vielspieler“ finden sich vor allem unter den 16- bis 18-Jährigen, ein Fünftel (21 Prozent) in dieser Altersgruppe spielt pro Tag im Schnitt drei Stunden oder länger. Bei den 10- bis 11-Jährigen sind es lediglich 3 Prozent.

Bitkom-Studienbericht

2015

Die Bitkom-Studie "Jung und vernetzt – Kinder und Jugendliche in der digitalen Gesellschaft" befragte 962 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren zu ihrem Medienkonsum.

  • In der Altersgruppe von 10 bis 11 Jahren sind mit einem Anteil von 94 Prozent nahezu alle Kinder online und verbringen im Schnitt 22 Minuten pro Tag im Internet. Bei Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren sind es schon 115 Minuten.
  • Im Alter von 12 bis 13 Jahren gehören Smartphones mit einer Verbreitung von 84 Prozent zur Standardausstattung.
  • Für ältere Jugendliche ist das Smartphone das wichtigste Zugangsgerät zum Internet: 89 Prozent der 16- bis 18-Jährigen gehen damit online. Auf Platz zwei liegen Notebooks mit 69 Prozent, gefolgt von stationären Computern mit 52 Prozent und Tablet Computern mit 26 Prozent.

Weitere Studien

Für die repräsentative Untersuchung hat das Forsa-Institut 2015 1.000 Mütter und Väter umfassend zum Internet- und Computergebrauch ihrer Zwölf- bis 17-Jährigen Kinder befragt.

Hier sind die Studienergebnisse zusammengefasst.

Das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) hat für die Studie "Kinder in der digitalen Welt" Eltern und Erziehende von Kindern zwischen drei und acht Jahren sowie diese selbst zu Nutzung von, Verhalten im und Einstellungen zum Internet befragt.

Die Studienergebnisse gibt es hier.

Das DJI-Projekt „Digitale Medien: Beratungs-, Handlungs- und Regulierungsbedarf aus Elternperspektive“ (2013 bis 2015) untersucht die Perspektiven von Müttern und Vätern auf die Internetnutzung ihres Kindes, ihre Einstellung zur Interneterziehung und zum Kinder- und Jugendmedienschutz. Des Weiteren wird der Informationsbedarf der Eltern zur Medien- bzw. Interneterziehung erfasst. In die Studie einbezogen sind Eltern von ein- bis 15-jährigen Kindern und Jugendlichen.

Hier finden Sie die Studienergebnisse.

Bei der repräsentativen Forsa-Umfrage "Sicherheit im Internet" wurden im März und April 2015 1.007 Eltern mit Kindern zwischen 6 und 14 Jahren befragt, die das das Internet nutzen.

Ergebnisse der Studie im Auftrag von CosmosDirekt gibt es hier.

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